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Codex. L. I. Tit. 1. Von der höchsten Dreieinigkeit
den obenerwähnten vier Kirchenversauimlungen entgegenge-handelt Latten, oder ihnen entgegenhandeln "würden, oder vonirgend Jemandem dulden könnten, dass dies geschehe, oderdass das fromme Andenken an jene vier heiligen Kirchenver-sammlungen erlösche, vielmehr wollen Wir dasselbe nach denerwähnten Büchern der Kirche aufrecht erhalten. Denn Wirbelegen Alle mit dem Kirchenbanne, welche von jenen Kir-chenversammlungen verworfen und verdammt worden sind, sowie die Lehren der Verdammten und alle Die, welche mitjenen gleich gedacht haben oder denken.
§. 6- Deine Heiligkeit möge daher anfs Beste für Unsund Unser Reich handeln, indem sie iniinniglich von UnsererAnsicht und von Unserer Anhänglichkeit an den unantastba-ren Glauben belehrt und unterrichtet. Geg. zu Constantinopelam 26. März 533, unter dem dritten Consulate des KaisersJus t i n i an.
8.
Ein Brief de* Johannes (II) Erzbischof» und heiligen Patriarchen
der Stadt Rom.
An seinen ruhmwiirdigen. und frommen Sohn, den Kaiser
Justinian, Johann, Bischof der Stadt Born.
Unter dem hohen Ruhme Eurer Weisheit und Frömmig-keit, mein allercliristlichster Fürst! strahlt ein Stern mit be-sonderem Lichte hervor, dass Ihr nämlich aus Glaubenseiferund aus christlicher Liebe, und genau bekannt mit den Lehrender Kirche, die Ehrfurcht vor dein Römischen Stuhle bewah-ret und demselben Alles untergeht und auf diesen Vereini-gungspunkt verweist, zu dessen Stifter, nämlich zu dem erstenunter den Aposteln, der Herr sprach: „Weide meine Schafe'."Dass nun dieser (der Komische Stuhl) in Wahrheit das Hauptaller Kirchen ist, geht sowohl aus den Vorschriften der Vä-ter, als den Gesetzen der Kaiser hervor und beweist sichdurch die hochachtbaren Aeiisserungen Eurer Frömmigkeit.Es ist daher gewiss, dass durch Euch erfüllt 'worden ist, wasdie Schrift sagt: „durch mich herrschen die Könige und dieMächtigen üben Gerechtigkeit." Denn es giebt wohl nichts,was heller strahle, denn das Licht, als der wahre Glaube beieinem Fürsten, nichts, was dem Untergange weniger unter-worfen wäre, als die wahre Religion, und da Beide sich aufden Schöpfer des Lebens oder des Lichtes beziehen, so schlie-ssen sie natürlich jedes Dunkel aus und lassen keine Mangel-haftigkeit zu. Deshalb, rühm würdiger Fürst! werde ich die gött-liche Macht von ganzer Seele anflehen, dass sie Eure Frömmig-keit in diesem Glaubenseifer, in dieser Demnth des Geistes, in die-ser Anhänglichkeit an die gesammten Glaubenslehren auf lauge