Druckschrift 
5 (1832)
Entstehung
Seite
20
Einzelbild herunterladen
 

>---_ | ',', ^.LfStSm^» -g.^rS

wemmmmm

120 Copkx. L. 1. Tit. 1. Jon <fcr Iwchtlcn J)rcicinigkeit

tesgebä'rerin, mitbin unser Heil leugnen und welche nichtzugeben, das» derselbe nach seiner göttlichen Natur mit demVater, nach seiner menschlichen mit uns gleichen Wesens sei.

§. 4. Gleicberweise verdammen Wir anch den Apolli-narius Wu%oqi&ögov oder den Seelentö'dter und Die, welchemit ihm gleich denken oder gedacbt haben, indem sie behaup-ten dass unser Herr, Jesus Christus, Gottes Sohn undunser Gott, ohne Seele sei, d. h. keine menschlicheVernunft (gehabt) habe, inid welche hierdurch eineVerwir-run«' und Verwechslung in Bezug auf die Vermenschlicbiingoder Menschwerdung des eingebornen Sohnes Gottes herbei-führen und veranlassen, und endlich (verdammen Wir) Alle,welche mit demselben (Eutyches) gleichen Sinnes sind,oder gewesen sind.

Vorstehendes Gesetz ist gleichlautend auch an die Be-wohner von Ephesus, Cäsarea, Cyzicus, Amida, Trapezuni',Jerusalem, Aparnia, Antiochien, Aegida, Augusta, Tarsus undAncyra erlassen worden. Geg. am 15. März 533, unter demdritten Consulate des Kaisers Justini an.

7.Derselbe Kaiser an Epiphanius, den Jwchwiirdigen und gottseli-gen Erzbischof dieser Hauptstadt und ücumenischen Patriarchen.

Da es Unser Wille ist, dass Deine Heiligkeit von allenDem in Keuntniss gesetzt w erde > was auf den Zustand derKirche Bezug trimmt, so haben Wir es zu diesem Zweckefür nöthig gehalten, Uns der Auszüge eines (andern) kaiser-lichen Gesetzes zu bedienen und Dir durch dieselben be-kannt zu machen, was schon früher in Anregung gekommenist obwohl Wir Uns überzeugt halten, dass üu bereits davonunterrichtet bist. Weil Wir nemlich in Erfahrung gebrachthatten dass mehrere Abtrünnige von der heiligen katholischenund apostolischen Kirche sich durch den Betrug des gottlosenNestorius und Eutyches hatten verleiten lassen, so er-liessen Wir damals ein allgemeines kaiserliches Gesetz, wel-ches auch Deiner Heiligkeit bekannt ist, und in welchem Wirdie Glaubenswuth der Ketzer züchtigten, so dass Wir aufkeine erdenkliche Weise denjenigen Zustand der Kirche, wel-cher mit Gottes Hülfe bis hierher erhalten worden ist, verän-derten oder bei Seite setzten, wie auch Deine Heiligkeit er-kannt haben wird, sondern die Einigkeit der heiligen Kirchenmit dem heiligen Vater im alten Rom, dem Wir hierübergleichlautend geschrieben haben, in allen Stücken aufrecht er-hielten. Denn Wir dulden es nicht, dass irgend etwas aufden kirchlichen Zustand Bezügliches nicht auch zur Kenntniss»einer Heiligkeit gelange, da sie das Haupt aller heiligen Prie-