Druckschrift 
5 (1832)
Entstehung
Seite
21
Einzelbild herunterladen
 

und dem katholischen (Hauben u. $. tc.

21

slcr Gottes ist, und um so mehr, da, so oft sich Ketzer inihrem Bezirke gezeigt, dieselben durch den Ausspruch und dasrichtige Unheil jenes hochwürdigen Stuhles in Schranken ge-halten worden sind. Deine Heiligkeit wird daher aus diesenUnsern kurzen, kaiserlichen Erinnerungsschreiben ersehen, wasWir aufgestellt haben , und wie sehr es sich Manche angele-gen sein lassen, Dasjenige, was Wir festgesetzt haben, aufdas Ungeziemendste auszulegen.

§. 1. Einige wenige Ungläubige und Abtrünnige von derheiligen, katholischen und Apostolischen Kirche Gottes habensich unterfangen, auf jüdische Weise Demjenigen zu wider-sprechen, was von allen Priestern als wahr erkannt, gebilligtund gepredigt wird, indem sie leugneten, dass unser Herr J e-sus Christus, der eingebornc Sohn Gottes und unser Gott,durch den heiligen Geist und durch die heilige , ruhmwürdigeund immer jungfräuliche Gottesgebärerin Fleisch und zumMenschen geworden sei und dass der Gekreuzigte einer ausder heiligen und sich völlig gleichen Dreieinigkeit und zugleichmit^ dem Vater, und dem heiligen Geiste anzubeten und zupreisen sei, so wie dass derselbe nach seiner göttlichen. Naturmit dem Vater nach seiner menschlichen mit uns gleichen We-sens sei und dass er zwar im Fleische, nicht aber nach seinergöttlichen Natur der Leiden fähig gewesen sei. Und da sienicht bekennen wollen, dass unser Herr, Jesus Christus,der eingcborne Sohn Gottes und unser Gott und einer ausder heiligen und sich völlig gleichen Dreieinigkeit sei, so sindsie offenbar in der verhassten Lehre des gottlosen Nestoriugbelangen, indem sie behaupten, dass er (Christus) blos durchdie Gnade der Sohn Gottes sei und dass es einen andern Gottund einen andern Christus gebe. Diese belegen Wir mit demKirchenbanne, so wie ihre Lehren und alle Diejenigen, welchemit jenen gleich gesinnt waren oder es noch sind, weil diesel-ben als Abtrünnige von der heiligen, katholischen und aposto-lischen Kirche Gottes zu betrachten sind.

§. 2. Und die hochwürdigen Aebte der heiligen Klöster,welche den von den heiligen Vätern überlieferten Lehren indem Sinne gefolgt sind, dass weder früher noch später an demkirchlichen Glauben, der, wie Wir oben gesagt haben, bis jetzt-erhalten wurde, etwas verändert worden ist, bekennen ein-nuithig und preisen laut, dass unser Herr, Jesus Christus,der eingeborne Sohn und zu unnennbarer Zeit vom Vater ge-schaHen und unlängst vom Himmel herabgekoinmen uud durchden heiligen Geist, so wie durch die heilige, ruhmwürdige undewig jungfräuliche Goltesgebäreriu Maria zu Fleisch nnd zumMenschen geworden und dass der Gekreuzigte einer ans derheiligen und zusammenbestehenden Dreieinigkeit sei; denn wir