Druckschrift 
5 (1832)
Entstehung
Seite
IX
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Vorrede. lx

Schrift bedient. Fragen wir nach, worin dag Sinken einerSprache bestehe, so ist dies wohl nichts Andere s als Mischune--2ii s Hemden Sprachen und Verlust der Eigenthiimlichkei t inWorten und Redensarten wie in Constrnctionen : hiermit istnothwendig ein Verfall der Sitten des Volkes ursachlich ver-bunden, denn die Stufe der Vollkommenheit der Sprache einesVolkes ist gewiss der sicherste Maassstab für die der geisti-gen Bildung desselben. Ist nun aber der Styl ein Erzeugnis*der letztern, so muss er auch mit ihr steigen und fallen.Die Verschlechterung- der Worte und Redensarten wird ahjoseit Diocletian immer merklicher und mit ihnen der Stylwenn er auch noch nicht gerade gleich so schülerhafte Pro-diicte bringt, wie später alltäglich Torkommen.

Zu den weniger guten Constitutionen dieses Kaisers undseines Mitregenten gehören aber z. B. aus Buch VII. 13. j20. i. 39. i. 43. ii.

Von Constantin und seinen nächsten Nachfolgern angeht es nun aber immer mehr bergab. Zuerst wird der Stylschwülstig «nd zeichnet sich besonders durch eingepfropfteZwischensätze aus, wodurch alle freie Bewegung der Con-struction verloren geht, s. z. B. aus Buch VII. 10. fc 18. 3.19. 7. 62. ia..i.,. alle von Constantin ; die letzten habenschon einen barbarischen Styl, s. ferner ebend. u. u, , 0 . 17 . , 8 .i».20.2i.; diese sind mittelmässig.

Schon zu den Seltenheiten also gehören die folgendenausgezeichnet stylisirten Constitutionen Constantin«dseiner nächsten Nachfolger Buch IX. Tit. 9. 31. 19. 4 . nddie auch noch guten Buch VII. 16. 4i. 42 . 62. 19.

Mit den Constantinen gehen die letzten Ueberbleibselbesseren Styls unter und Schwulst, üeberladnng, Lochtraben-