Druckschrift 
1 (1830) Pandecten. Buch 1 - 11 Des Kaisers Iustinian Institutionen
Entstehung
Seite
609
Einzelbild herunterladen
 

Pandect. L. V Tit. 4. S! quf.i heredhath petatur. 609

^ssen konnte , wieviel geboren werden würden ; denn über

*«e» Umstand wird soviel, so Mannigfaltiges und Lnglanb-

«hes geglaubt, dass man es zu den Fabeln zählen kann. Denn

j" er ?alilt man , es seien vier Mädchen auf einmal von einer s-

lijtler geboren worden; auch berichten glaubwürdige Schrift-

v - . r ' dass eine Frau im Peloponnes fünfmal je vier Kinder,

, le| e Weiber in Aegypten aber auf einmal sieben Kinder ge-

j. 0ren baben. Wir bab«n ebenfalls drei Senatoren, die Dril-

'"K*biiider waren, gesehen, die zum Kampf ausziehenden 7 ")

«oi-aiier, Auch La lins bericlitet, dass er im kaiserlichen

I allns t eine freie Frau gesehen habe, die von Alexandrien

e. rb eigeführt worden, mn dem Hadrian gezeigt zu werden,

" liiuf Kindern; von denen sie vier zu gleicher Zeit, das

j!J! lft e nach vierzig Tagen geboren haben sollte. Wie nun also?

J e ttcehtsgelehrten haben sehr klüglich gewisscrmaassen den

l'ltelweg befolgt, so dass sie darauf Rücksicht nehmen, was

^ ." gerade sehr selten geschehen kann, d. h. sie haben,

\\\ i ° flers geschieht, dass Drillinge geboren werden, dem

gebenden Sohn ri ) das Viertheil angewiesen; denn was

^. n ' n al oder zweimal [nur| geschieht, übergehen,

5j le Theophilus sagt, die Gesetzgeber. Wenn die

do " <,e r daher nachher auch nur ein Kind gebiert, so wird | jener

Ju"] einstweilen nicht zur Hälfte, sondern zum Vicrtheil

Crbe sei,,.

, 0 * ULP. Üb. IV. ad Ed. Werden weniger geboren,

"Wachst ihm der Ueberrest anfheilsmässig zu ; wenn aber

eUf als drei, so geht von dem Theilc, zu welchem er Erbe

Wo ^en, fda a Verhällnissmässige| ab.

das VA{] L. üb. XVII. ad Plaut. Es ist zn merken,

Wirf Wen " eine Frau nicht schwanger ist, aber dafür gehallen

nj-'.uer Sohn 71 ) unterdessen Gesaminterbe ist, wenn er

Selb' n '- ClUS davon weiss ) <lnss er Gesaminterbe sei. §. I.Das-

'iii V !,t vo,n Fremden, wenn er auf einen bestimmten Theil

^"ll nn ''"gesetzt worden ist, nnd auf den Übrigen die

tei, mnli "R' e ^t vielleicht die Einsetzung mit den Wor-

jgeschehe,; soviel Kinder mir geboren werden und

s " ! Cl «8 Titius sollen zu Kor, ft heil cn meine Erben

ko,,"' so tan» die Frage entstehen, ob er nicht antrete.

cbSj' *° wie derjenige, weh her den ihm im Tcslament [be-

le denen] Antheil nicht kennt. Es ist aber vorteilhafter für

7 °1 C; »

c '°s, s. Brisson. und Ulr. Hub er. Prael. ad h. 1.

'" Gesell beiden Fragmenten, die ursprünglich zusammen-l ,f "'ffei, haben mögen , ist der Fall vorausgesetzt, dass einUI> " «ud dessen schwangere Mutter den Vater überleben.