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Dürers Rosenkranzfest und die Fugger : Konrad Peutinger, der Begleiter Dürers
Entstehung
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er schon in Augsburg angefertigt haben 45 , sodaß er schon zuAnfang Januar 1506 an die Ausarbeitung gehen konnte.

Aus dieser Entstehungsgeschichte des Bildes erkläre ichmir die Unlust, ja geradezu Abneigung gegen das Bild, die im-mer und immer wieder selbst nach der glücklichen Vollendungdurchbricht. Sicherlieh, diese Mißstimmung hatte wohl auchmaterielle Hintergründe, wie ja Dürer selbst öfters klagt, daßdie unvermutet große und schwierige Arbeit ihn an lohnenderemErwerb hindert, aber sie würde sich wohl kaum so stark ge-äußert haben, wenn es sich um eine Arbeit gehandelt hätte,deren Bestellerkreis ihm nicht so ferne gelegen hätte, wie dieAugsburger Fugger, wenn die Arbeit also z. B. für seine Nürn-berger Landsleute bestimmt gewesen wäre.

Ich bin am Schlüsse meiner geschichtlichen Betrachtungen.Ihr Ergebnis möchte ich etwa folgendermaßen zusammenfassen :

Dürers Rosenkranzfest ist nicht eine Gesamtstiftung derdeutschen Kaufmannschaft in Venedig, deren Gemeinleben imJahre 1505, in dessen letzte Monate der Auftrag an den Meisterfallen muß, durch den Brand und die völlige Vernichtung desdeutschen Kaufhauses aufs stärkste beeinträchtigt war.

Das Gemälde ist vielmehr eine Stiftung der auf demselbendargestellten Familie Fugger für die Rosenkranzbruderschaftder deutschen Kaufleute, welche ihren Mittelpunkt bei dem Ma-rienaltar der Bartholomäuskirche zu Venedig hatte; für diesenAltar war das Werk von vornherein bestimmt.

Die Ausführung der Altartafel war nicht die Aufgabe odereine der Aufgaben, welche Dürer nach Venedig führten, son-dern ein mehr zufälliges Ergebnis seiner Reise.

Der Begleiter Dürers auf dem Bilde ist der Augsburger Stadt-schreiber und Humanist Dr. Konrad Peutinger. der künstlerischeBerater der Fugger, der Freund Dürers 10 .

*i> Es wäre gar nicht ausgeschlossen, daß Dürer auch mit KaiserMaximilian in Augsburg zusammengetroffen wäre uud aus einer Porträt-aufnahme des Monarchen jene von Christoph Scheurl gerühmte außeror-dentliche Aehnlichkeit des Kaiserbildnisses resultierte. Herberger a. a. 0.,vermerkt, daß der Kaiser am 20. Oktober 1505 in Augsburg verweilte.

46 Möglicherweise wurde auch sein Name gleich denen der Fugger-frauen und ihrer Ehemänner in der Mitgliederliste der Brüder und Schwe-stern der Rosenkranzbruderschaft der Schwabentafel in Venedig geführt.Di» Auffindung einer solchen Liste wäre von Wert.