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Dürers "Katharina Fürlegerin"
Entstehung
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Zu den anziehensten aber gleichzeitig auch verwickeistenProblemen aus der Frühgeschichte Dürerschen Schaffens gehörtjener ganze Zusammenhang von Fragen, der sich an den Namender sog. Fürlegerin knüpft. Bekanntlich soll Dürer im Jahr 1497die gleiche Persönlichkeit einer «Katharina Fürlegerin» inzwei verschiedenen Auffassungen, einmal (die Fürlegerin mit ge-flochtenen Haaren) als vornehme Patrizierin am Fenster stehend,und ein zweites Mal in der Pose einer betenden Maria mitlang herabwallenden Haaren gemalt haben. Von der ersterenFürlegerin besitzen wir zwei Exemplare, ein Pariser (bei HenriHeugel in Wasserfarben auf feiner Leinwand 1 ) und ein weiteresmit Oelfarben auf Holz in der Gemäldesammlung der FreiherrnSpeck von Sternburg in Lützschena bei Leipzig 2 ). Endlich hatWenzel Hollar diese Fürlegerin mit geflochtenem Haar 1646 ineinem prächtigen Stich nach dem Originalbilde (?) Dürers inder Sammlung des Grafen von Arundel verewigt 3 ). Von derbetenden Fürlegerin besitzen wir Kopien in Frankfurt (Städel-sches Kunstinstitut) und Augsburg und wiederum hat WenzelHollar auch diese andere Fürlegerin nach einem Bilde derArundelschen Sammlung gestochen.

Die Kernfragen, welche sich hier ergeben, sind folgende:welches dieser Bilder ist Original oder steht als Kopie demOriginal vermutlich am nächsten? Stellen beide Bilder in derTat die gleiche Persönlichkeit dar? Gehört diese wirklich, wie