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Sebastian Schedel, der Dürersche Unbekannte im Pradomuseum?
Entstehung
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seine Kenntnisse und Erfahrungen zur Verfügung und machtdieser davon Gebrauch. So wird er 1536 neben Leo Schürstabals »Bereiter der Landschaft», d. h. als Steuereinnehmer bei derNürnberger Bauernschaft bestellt 33 . 1537 erlaubte ihm der Nürn-berger Rat, bei der Hochzeit seiner Tochter Barbara mit FranzGrüner, «Pfleger zu Gründlach» 34 , die Dienste der Stadtpfeiferin Anspruch zu nehmen 35 . 1539 übertrug man ihm noch dasAmt eines Pflegers des Nürnbergischen Amtes Hersbruck 5 ";dieses führte er aber nur zwei Jahre, da er schon am 9. Juli 1541verstarb; sein Leichnam wurde nach Nürnberg überführt undbei St. Peter an der Seite seiner ersten Ehefrau beigesetzt.Der Grabstein der Ehegatten mit einem Messingepitaph be-findet sich noch heute an seinem alten Platz in dem Kirchlein 57 .

dan Itzund gern vnd willig gedienndt, Bin Ich zweifeis an, wo er lengergelebt het, E[wer] Wfeisheit] hettens Ins mit gunst wider ergetzet, da miter nit an schaden gelegen were."

33 Ratsverlässe 1536, 19. Mai: Zu einem bereuter der landschaft istneben hern Leo Schurstab an Barth. Hallers stat verordnet SebastianSchedel; ime [das] anzusagen [ist] bevolhen herrn L. Schurstab.

'* Dieser Titel kann sich erst auf die spätere Zeit beziehen, alsGründlach dem Landpflegamt gehörte. Grüner wurde 1545 als Nachfolgerdes Hans Löffelholz Pfleger in Gründlach.

35 Ebenda 1537, 25. Januar: Sebastian Schedein seint zu seinerdochter hochzeit die statpfeifer vergönnt.

38 Ebenda 1539, 3. Mai: Dem Sebastian Schedl sol man die pflegzu Herspruck samt dem kästen (d. h. die politische und finanzielle Ver-waltung), verlassen, doch das er soll einen geschickten Schreiber halten;derselb sol auch gleicherweis wie der pfleger pflicht tun.

97 Er ist vor dem Hauptaltar der Kirche in den Boden eingelassen.Die Inschrift des Epitaphs lautet: Sebastian Schedell 1541. Warbara EinGeporne Pfintzingin Sein Erste Hausfraw 1528". Darunter der Mohren-kopf des Schedelwappens, links daran gelehnt ein kleiner Pfintzing-, rechtsein Holzschuherschild. Dagegen ist die „Tafel", welche Sebastian Schedelin die Kirche stiftete und die ihn mit seiner ersten Frau und seinenKindern darstellte (Imhoffsche Sammlung zur Nürnberger Geschlechter-geschichte im Staatsarchiv Nürnberg, Handschriften Nr. 249, FaszikelSchedel), heute im alten Peterskirchlein nicht mehr vorhanden.

Im Großtotengeläutbuch von St. Sebald lautet der Eintrag über seinenTod: „1541, von trinitatis bis crucis, Sebastian Schedel auf santE g i d i e n h o f."

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