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Sebastian Schedel, der Dürersche Unbekannte im Pradomuseum?
Entstehung
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Pacht nahm 50 . Es mochte sich wohl die ökonomische Be-treuung dieses ausgedehnten Güteibesitzes mit seinen bisherigenPflichten nicht gut vereinigen lassen. Wir können in dieserAngelegenheit nicht ganz klar sehen, doch mag allerdings diePachtung ganz oder teilweise bis über die Lebenszeit Seba-stian Schedels hinaus fortbestanden haben, denn als im Jahre1542 diese Güter des ehemaligen Klosters Gründlach von demAlmosen um 10500 fl. an das Nürnberger Landpflegamt zuEigen übergingen, sitzt «die Schedlin», d. h. die Witwe Seba-stians, Magdalena, wieder in Gründlach und die Almosherrenwurden angewiesen, sich mit ihr wegen des Abzugs zu ver-tragen 31 ; auch 1543 noch ist sie im Besitze der Weiher da-selbst 3 '-. Jedenfalls stellte Schedel auch späterhin dem Rate

30 Müliners Annalen im Staatsarchiv Nürnberg (Amts- und Stand-qücher Nr. 29), Bd. I, Fol. 589b; Anno 1531 ist daß Closter sampt demdarzu gehörigen Paurnhoff, veldern, wißmatten vnd Gärten SebastianSchedel vmb 70 fl. Bestandzins verlaßen worden.

Kreß, a. a. O., weiß leider gar nichts von dieser Pachtung. Sie muß1532 in der Tat schon bestanden haben, denn am 9. März 1532 wurdeSchedel vom Rate erlaubt, drei Fuder krummen Schrankenholzes zurVerschrankung seiner Felder zu Gründlach aus dem Reichswald zuhauen.

81 Kreß, a. a. O., S. 107, Anm. Verlaß der „Aelteren Herren" inNürnberg vom 24. August 1542: „Item Grindlach mit allen Zugehörungen(außer dem Zehnten zu Guntzenhausen) soll mit Feldern, Wismathenund was das ist, alles lediglich auf Lichtmeß künftig meinen Herrn(d. h. dem Rate) zugestellt und gänzlich eingeben werden und d i eSchedlin alsbald aller Ding abstehen, und sollen sich die Herrn desAlmusen mit der Schedlin des Abzugs und anders vertragen."

s < Das Staatsarchiv Nürnberg (Saal I Lade 368 Nr. 85) besitzt eineeigenhändige Bittschrift der Magdalena Schedel vom c. 8. Februar 1543,worin sie den Rat ersucht, ihr den Bauhof zu Gründlach „in zimlichenwert" zu verkaufen, sie wolle ihre Weiher und Fischbehälter daran gebenund den Ueberwert des Hofes in bar bezahlen; die Fischbehälter alleinzu verkaufen, wie das Landpflegamt verlangt habe, könne sie sich nichtentschließen. Magdalena Schedel erwähnt auch die langjährigen Dienste,die ihr Mann der Stadt geleistet: „Die weyl aber mein lieber HaußwirtSeliger Einem erbernn radt vnnd gemainer Stadt In seinem lebenn, sun-derlich dem großen almusen, mit mindernn kostenn vnd grosere muth (!)

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