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2 (1914) Von der Renaissance in Frankreich bis zur Gegenwart
Entstehung
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16. KAP.

Der architektonische Stil im öffentlichen Park

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Villa Albani, die Gloriette in Schönbrunn oder das Kolonnadenboskett in Versailles(Abb. 636). Vielleicht würde man die ganze schöne Anlage lieber als Boskett odermindestens als Abschluß und nicht als Eingang eines öffentlichen Parkes sich denken,die Menge, die von den Verkehrsstraßen hineindrängt, müßte sich erst auf breitenWegen zerteilen können, ehe sie sich diesem trotz aller Monumentalität intimen Bildenähert. Doch das ganze Werk ist mit überaus feinem Kunstempfinden, in dem Haupt-eindruck wie den Einzelblicken, berechnet und sicher ein bedeutender Schritt aufdem Wege der heutigen Gartengestaltung.

Abb. 636Märchen-brunnen im

Friedrichshain,Berlin

Phot.

In diese neue Bewegung hat man auch die Friedhofsanlage hineingezogen. Goethehat sich schon in denWahlverwandtschaften" mit diesem Problem beschäftigt. Erglaubte die Häßlichkeit der Kirchhöfe, die sich sowohl in den Denkmälern wie in derSonderanlage jedes Grabes zeigt, durch die Anlage eines Campo santo zu überwinden.Die wachsende Leichenverbrennung drängt wohl dazu, die Stätte für die Unterbringungder Urnen nach den dort angeregten Grundsätzen zu gestalten. Zuerst aber versuchteman, in Amerika gerade durch eine ganz unregelmäßige Gestaltung, die häßlich unorga-nische Zerstückelung zu verschleiern, indem man die Einzelgräber in einem Land-schaftspark zerstreute und verbarg. Auch in Europa wurden hier und dort solcheLandschaftsfriedhöfe angelegt; doch man sah schnell ein, daß das nur eine Ver-schleierung, meist eine Verschlimmerung des Übels war; auch die heutigen Waldfried-höfe werden sich wohl nur als ein solcher Versuch erweisen. Man kehrte meist zu einer