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2 (1914) Von der Renaissance in Frankreich bis zur Gegenwart
Entstehung
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Regelmäßige Schmuckplätze

16. KAP.

gaben, die ihr gestellt wurden. Zuerst waren es die kleineren Schmuckplätze, die be-sonders in Frankreich nach der kurzen Herrschaft der englischen Squares zum regel-mäßigen Stile zurückkehrten. Sie waren ja auch am leichtesten und natürlichsten derarchitektonischen Gestaltung ihrer Umgebung und den inneren Gesetzen ihres Zweckesanzupassen, sei es, daß sie den Verkehr durchlassende Schmuckplätze mit parterre-artigen Blumenbeeten, sei es, daß sie kleine Erholungsgärten mit Spiel- und Versamm-lungsplätzen, wie in den amerikanischen Städten, sind, immer ergibt sich eine regel-mäßige Anlage mit mannigfachem architektonischen Schmuck als die notwendig ge-forderte. Heute werden wenigstens in den größeren Städten aller bekannten Länder

Abb. 632

Rosengarten,

Friedrichsplatz,

Mannheim

Phot.

wohl kaum noch andere als regelmäßige Schmuckplätze neu angelegt, und doch muß mansich an die so kurz zurückliegenden Kämpfe, wie sie um den Friedrichsplatz in Mannheim(Abb. 632), von dem Architekten Bruno Schmitz geschaffen, ausgefochten wurden, er-innern, um die Neuheit auch dieser Bewegung zu begreifen.

In den großen Parks fanden die regelmäßigen Anlagen zuerst als besondere Blumen-gärten Eingang. Ziemlich spät fand die dekorative Blume eine Stätte in dem eigentlichenVolkspark; selbst in England, das auch hierin führend vorangeht, machte man erst amEnde des XIX. Jahrhunderts in Regents Park einen Versuch mit einem Blumengarten,der sich bald aus den Banden des jardin fleuriste losmachte; seit dem letzten Jahrzehntsucht man überall auf alte Vorbilder des eigenen Landes zurückzugehen, wenn maninnerhalb der alten und neuen malerischen Parks einzelne kleine regelmäßige Gärten an-legt, so in Waterloo Park ,,the old english garden", ähnlich wie in Ravenscourt Park undHydepark, und in jüngster Zeit die reizende kleine Schöpfung dessunken garden" in