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2 (1914) Von der Renaissance in Frankreich bis zur Gegenwart
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16. KAP.

Londoner städtische Parks

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(Abb. 621). Die Absicht bestand, in allen vier Ecken von Paris bedeutende Parks zuerschließen. Im Süden trat Park Monsouris dazu, und im Südosten begann man imBeginn der sechziger Jahre die Umgestaltung des Bois de Vincennes. Der Park diesesuralten Königsschlosses war damals auch Eigentum der Stadt geworden.

Auch London hatte bald, so groß auch das Gebiet seiner königlichen Parks war,darüber hinausgehen müssen. Hier blieb die Aufmerksamkeit immer mehr darauf ge-richtet, besonders in dem bisher noch sehr vernachlässigten Osten und Süden der Themsemöglichst viele größere und kleinere Parks einzurichten. Der Viktoriapark und Battersea-park gehören hier zu den größten, zu denen eine ansehnliche Zahl kleinerer treten.Wie sehr in diesen Jahren die Stadt London das wachsende Bedürfnis gefühlt und ihm

.Ä Abb. 622

Square des!( Batignoles,-Ä' Paris

Nach Alphand

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entgegenzukommen gesucht hat, mögen ein paar Zahlen zeigen: 1889 betrug das Ge-samtareal der städtischen Gärten und Schmuckplätze mit Ausschluß der königlichenParks 2656 acres (etwa 1073 ha), im Jahre 1898 war es schon auf 3665 acres angewachsen.Für diese Schmuckplätze hatte sich in London ein ganz eigenartiges System ausgebildet.Die sogenannten Squares waren ursprünglich halb private Gärten, zu denen nur dieEinwohner der umliegenden Häuser Zutritt hatten. Diesem Zweck entsprechend warensie meist durch einen Zaun, Hecken oder mindestens Gebüsch gegen die vorüberführen-den Straßen abgeschlossen; im Innern war dann ein malerischer Garten angelegt mitSchlängelwegen, Baum- und Gebüschgruppen und wenn möglich einem kleinen See alsMittelpunkt, als höchste Zierde lagen wohl noch ein PaarTeppichbeete auf dem Rasen zer-streut. Allmählich ging dieser private Charakter verloren, sie wurden auch den Passantenzugänglich; aber erst in neuerer Zeit sind sie aus ihrer Isoliertheit mehr zu Schmuck-plätzen für das Straßenbild geworden. Paris borgte mit dem Namen Square auch dieAnlagen, von denen besonders Alphand eine große Reihe angelegt hat 25 (Abb. 622).