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2 (1914) Von der Renaissance in Frankreich bis zur Gegenwart
Entstehung
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Chatsworth

16. KAP.

sehen Zeit erhalten hat, ging nach des Dichters Tode in andere Hände über, und um dieMitte des XIX. Jahrhunderts erhielten seine Gärten ihre heutige Gestalt. Ein italienisches,ein französisches, ein spanisches Parterre, und die noch unmodernere Umgebung des altenmönchischen Fischteiches,eagle pond" genannt (Abb. 612), müssen sich hier mitein-ander vertragen. Die buchsumsäumten Beete der verschiedenen Parterres sind mit go-tischen Geländern umgeben, ohne sich im einzelnen sehr voneinander zu unterscheiden.Der größte Garten im regelmäßigen Stil, der damals in England entstand, ist der vonChatsworth (Abb. 613). Der Herzog von Devonshire, der Präsident der Hortikulturgesell-schaft war und seine Gärten dort erneuern wollte, erkannte in dem jungen Joseph Paxton,

Abb. 613

Chatsworth,

Allee nach der

Kaskade

Nach Latham

der im Begriff war, aus Mangel an ausreichendem Verdienst auszuwandern, einen Mannvon großer Begabung. Er machte ihn im Jahre 1826 zu seinem Hauptgärtner und übertrugihm die Neugestaltung seiner Gärten in Chatsworth. Es ist schwer zu sagen, in welchemZustand Paxton diese vorfand, wie viel von dem Alten noch vorhanden war. Große Teilesind sicher schon vorher in dem malerischen Stile angelegt gewesen. Wie dem auch sei,Paxton hat die Hauptwegzüge der alten Anlage gekannt und beibehalten; mit Sir Char-les Barry ist er einer der ersten, der Parterres in regelmäßigem Stile anlegte. Auch hierfinden wir einen italienischen und einen französischen Garten, dem letzteren, vor demalten Orangeriegebäude gelegenen, gibt seinParterre de broderie" einen gewissen An-spruch auf diesen Namen, die auf hohen Pfeilern stehenden Statuen, die den Abschlußbilden, haben jedoch wenig Französisches. Aber Paxton ging über die Anlage solcherParterres hinaus; weit mehr an den großen Wurf der französischen Gärten der Le-Nötre-