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2 (1914) Von der Renaissance in Frankreich bis zur Gegenwart
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Trentham Castle

16. KAP.

man schnitt meist in der unmittelbaren Umgebung des Hauses, gewöhnlich nur an einerSeite, aus dem malerischen Garten ein Stück heraus und legte dieses als ein vertieftesParterre an. Die Beete wurden mit Buchs umsäumt, häufig auf dem Rasen angelegt inMustern, die allerdings gegen die edle Linienführung des XVII. Jahrhunderts sich magergenug ausnehmen. In diese Beete pflanzte man, mehrere Male im Jahre wechselnd, dieSchätze des Gewächshauses ausbedded out", wie der englische technische Ausdruckheißt. Fuchsien, Lobelien, Heliotrop, vor allem aber die vielfachen Sorten der Geranien,

Abb. 609

Trentham

Castle,

Staffordshire

Nach Triggs

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später auch Begonien, bildeten mit manchen andern den leuchtend farbigen Blumen-teppich. Die Ecken der Beete wurden durch Zwergbäumchen betont; denn dies ganzeParterre blieb völlig schattenlos, alle höheren Bäume waren daraus verbannt, um dieSonne nicht abzuhalten und den Teppicheindruck durch nichts zu stören. Wo das Ter-rain es irgend zuließ, legte man diese Gartenteile wieder in flachen Terrassen an, die mititalienischen Balustraden versehen wurden, welche den Hauptzug, oft den einzig archi-tektonischen dieses neuen Gartenbildes, ausmachten. Wo Terrassen nicht möglich waren,vertiefte man das Parterre in der sehr richtigen Einsicht, daß der Blick von oben derglücklichste sei. Ein besonders schönes Beispiel, sowohl in Haus wie Garten, für dieseZeit ist Trentham Castle (Abb. 609), das sich der Herzog von Sutherland in Staffordshirevon Sir Charles Barry zu seiner heutigen Gestalt umbauen ließ 5 . Die offene Arkade und