15. KAP.
Schwetzingen
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gerade in der ersten Zeit oft seltsame Zwittergebilde zustande; ja, es scheint fast, alswären die Kinderkrankheiten dieses Stiles in Deutschland mit besonderer Heftigkeitausgebrochen. Karl Theodor hatte kaum die letzte Hand an die Erbauung des schönenBadehauses in Schwetzingen gelegt, als der aus England heimgekehrte Skell den Gürteldes neuen englischen Parks um den alten anzulegen begann (Abb. 600). Anfangsscheint er unsicher und tastend gearbeitet zu haben; als im Jahre 1784/85 Hirschfeldnach Schwetzingen kam, schien ihm dort nur Ungeschmack zu herrschen; man arbeitetedamals an der türkischen Moschee: „Man sehe z. B. die Szene Mecca . . . Dies Meccaliegt inmitten einer französischen Partie . . . Aus der Moschee sieht man gerade nach
Abb. 601
Schwetzingen,
Moschee
Nach Zeyherund Rieger
einer ägyptischen Partie, woran noch gearbeitet wird und die, sowie die türkische,vom Himmel herabgefallen zu sein scheint. Es ist ein Berg, worauf ein Monumentdes Königs Sesostris aufgeführt wird. Das Monument durfte wohl zur Täuschung nichtsanderes sein, als einige von der Zeit fast aufgeriebene Ruinen. Allein hier ist alles neu,vollständig und geschmückt; die Zeit hat nichts geändert. In den Gewölben des Bergeskommen Begräbnisse und Mumien zu stehen . . . Um den Berg wird der See Möris ge-graben .. ." 39 . Hirschfeld kam zu ungünstiger Stunde. Skell gab den ägyptischen Planganz auf und hat statt dessen sich mit der Ruine auf dem Hügel, der aus dem aus-gegrabenen See davor aufgerichtet wurde, begnügt. Trotzdem sieht auch heute dieseEcke des englischen Teils nicht so harmonisch aus, wie sie das Bildchen (Abb. 601) vor-täuscht, während ihm die Behandlung des großen Sees weit sicherer gelungen ist. Imenglischen Garten in München, der Skells Hauptleistung ist, ist er fast schon wiederzu sparsam mit Gebäuden gewesen. Uvedale Price hätte diesen Garten sicher zu denermüdenden, langweiligen Schöpfungen gerechnet.