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Jakobsdal
13. KAP.
Abb. 520
Drottningholm,
Schweden
Nach Dahlberg
Seiten; vom Wasser aus erhält es seinen Hauptzugang, an die andern schließen sich danndie Gärten an. Jakobsdal liegt auf einer Terrasse, die von drei Seiten vom Meerbusenumspült ist, ein prächtiger Balustradenaufgang führt vom Landungsplatz zu dem schö-nen Renaissancebau, der nach der Gartenseite zu mit zwei breiten Flügeln einen ge-pflasterten Hof umgibt. Seitlich führt auf diese Terrasse ein balustradeneingefaßterFahrweg als Landzugang. In das sehr große Parterre steigt man auf breiten Treppen;
16 große „comparti-ments" sind im StileMollets ausgelegt, vonZwergbäumchen mitStatuen in den Eckenumsäumt, durch dreiprächtige Brunnen zu-sammengehalten. Inder Hauptachse liegtdem Schlosse gegen-über ein in einem Bos-kett stehender Kuppel-bau, der eine Grotteumschließt. Weiterhinzu beiden Seiten derMittelallee liegen zweiVivarien, das linkemit einem Drachen-brunnen geschmückt,zu Füßen eines wildenGrottenberges, an des-sen Fels Andromeda an-geschmiedet ist, wäh-rend auf der Höhe derPegasus herausspringt.Rechts vom Schlosseklettert der Park einenHügel empor, auf brei-ter Treppe gelangt manzu dem LustschlößchenMarienberg, nach der Gemahlin Magnus Gabriels genannt. Dem Fuße des Hügels ent-lang liegt der Orangeriegarten, während an der anderen Seite ein Kanal, der sich in zweiBassins erweitert, mit dem Meere in Verbindung steht. Wahrlich ein Gartenbild, das,wenn wir seinen Entwurf Mollet zuschreiben dürfen, diesen wie seinen Vater unter diehervorragenden Gartenkünstler seiner Zeit reiht. Der französische Renaissanceeinfluß,überall spürbar, hat sich der wunderbar herrlichen Lage des Schlosses glücklich angepaßt.In Dahlbergs 66 Ansichten der schwedischen Schlösser vom Jahre 1735 finden wir nocheinige kleinere Gärten, die deutlich diesen Renaissancecharakter, dessen schönste BlüteJakobsdal war, bewahren. Die Wege sind noch durch kreuzweise Treillagelaubengänge