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Abb. 409
Versailles,
Boskett La
Galerie d'Eau
Die große Terrasse
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12. KAP.
Stich vonPerelle
vestresche Plan zeigt (Abb. 396). Dies Wasserparterre wurde nach den Entwürfen vonLe Brun mit einer schier unglaublichen Fülle von Marmorstatuen und Gruppen, Alle-gorien aller Art, bevölkert, dazwischen standen große Vasen, nach der Treppe zur La-tona zwei schöne Sphinxe mit Kindern auf dem Rücken, die später nach dem Nord-parterre gebracht wurden. Das Latona-Hufeisen wurde auch immer mehr mit Statuengeschmückt, und an der Königsallee, heute tapisvert, standen an beiden Seiten Reihenvon Vasen und Statuen. Am Ende dieser Allee, wo der Gott mit dem Sonnenwagen ausden Fluten steigt, war nun auch der Kanal zu seiner gewaltigen Länge ausgewachsen.Er war stetig bevölkert von prächtigen Schiffen, holländischen Matrosen, etwas spätersogar venezianischen Gondolieren, die sich in einer kleinen Kolonie, noch heute ; ,petiteVenise" genannt, im Parke ansiedelten. Alles dies war fertig, wenn auch der Statuen-schmuck zum Teil erst in Modellen aufgestellt, bis der Wille des Königs und ein ge-füllter Staatssäckel die Ausführung gestattete — als der Herrscher, der jetzt schonmonatelang Versailles als Aufenthalt wählte, die zweite Eroberung der Franche Comteim Jahre 1674 glänzend zu feiern beschloß. „Etwas, was man besonders bei den Festendes Königs beachten muß," sagt Felibien, dem wir die Schilderung von allem diesemverdanken, „ist die Schnelligkeit, die ihre Pracht begleitet. Seine Befehle sind mit sol-chem Fleiß und Sorgfalt ausgeführt, daß man glauben muß, es sei Zauberei, so er-staunt ist man, im Augenblicke, ohne daß man es bemerkt, Theater errichtet, Bos-ketts mit Fontänen und Figuren bereichert, Erfrischungen aufgetragen und tausendandere Sachen zu sehen, die scheinbar nur in langer Zeit mit einer Menge von Arbeiternausgeführt werden können" 19 . Um diese vom König geforderte Promptheit besser zuüberwältigen, hatte ja Le Nötre die vielen Bosketts errichtet (Abb. 409), die denn auch in