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2 (1914) Von der Renaissance in Frankreich bis zur Gegenwart
Entstehung
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Blois

9. KAP.

Abb. 313

Blois,

Gesamtansicht

Du Cercean Hs

Abb. 311

Pavillon a" Anne

de Bretagne,

Blois

Phot.

mal ein abgeschlossener Garten, der für sich als Ganzes mit der höheren und tieferen Ter-rasse nicht in geringster Beziehung stand. Noch war die große römische Erfindung derVerbindungstreppen von Terrasse zu Terrasse auch für Italien kaum gemacht, abererst spät und sparsam hat dann Frankreich; wie alle nördlichen Gärten, sie überhauptverwandt. Und ebensowenig, wie unter sich, sind die Gärten mit dem Schloß in Verbindunggebracht. Der Wallgraben, der den ganz isoliert liegenden Gebäudekomplex von dreiSeiten umgibt, scheint hier schon früh sein Wasser verloren zu haben und zu Obstgärtenumgewandelt zu sein 13 . Über diesen Graben führte Ludwig nun von der Ecke des

Bergfrieds eine Galerie nach der mittlerenTerrasse, dem Garten der Königin, der alsHauptziergarten angelegt wurde. Dieser warrings von anmutigen, grün überzogenen Holz-galerien umgeben, für die der König diebesten Tischler des Reiches berief. Auch dieeinzelnen Beete in den Rechnungen par-quet genannt waren von zierlichen Latten-zäunen,accoudoir", umgeben. 1503 wurdein dem Mittelpavillon, den ein heiliger Mi-chael krönte, die Marmorfontäne aufgestellt,ein Werk, das der Italiener Pacherot inTours verfertigt hatte und für das er 662Livres erhielt 14 . Der eigentliche W T asserkünst-ler war Fra Giocondo, der mit Karl herüber-gekommen war und hier für seine Geschick-lichkeit eine Extraprovision erhielt. Die Fon-täne bestand aus einem oktogonalen Bassin