Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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Es entstand eine beredte Pause, während deren diebeiden Männer sich ansahen.

„Wir haben uns niemals gesehen," fuhr dann Cointetfort, „ich habe Ihnen nichts gesagt, Sie wissen nichts vonHerrn du Hautoy, von Frau von Senonches und vonFräulein de la Haye; nur daß Sie, wenn es so weit ist,in zwei Monaten, um die Hand der jungen Dame an-halten. Wenn wir uns sehen müssen, kommen Sie abendshierher." „Sie wollen also Sechard zugrunde richten?"fragte Petit-Claud. „Nicht ganz und gar, aber er mußeine Zeitlang im Gefängnis bleiben..." „Und zu welchemZweck?" „Glauben Sie, ich sei so dumm, Ihnen das zusagen? Wenn Sie gescheit genug sind, es zu erraten,werden Sie auch gescheit genug sein, zu schweigen."„Der alte Sechard ist reich," meinte Petit-Claud. Erlobte schon in der Gedankenwelt von Boniface und faßteeinen Umstand ins Auge, der störend sein konnte. „So-lange der Alte lebt, gibt er seinem Sohn keinen Heller,und dieser alte Buchdrucker hat noch keine Lust, abzu-kratzen." „Also abgemacht!" sagte Petit-Claud, der sichschnell entschloß. „Ich fordere keine Bürgschaften vonIhnen, ich bin Advokat; verliere ich das Spiel, dannwerden wir beide zu zahlen haben."

,Der Kerl wird's weit bringen,' dachte Cointet und ver-abschiedete sich von Petit-Claud.

Am Tage nach dieser Konferenz, am dreißigsten April,ließen die Gebrüder Cointet den ersten der drei Wechsel,die Lucien hergestellt hatte, präsentieren. Zum Unglückwurde der Wechsel der armen Frau Sechard überreicht,die sofort merkte, daß Lucien die Unterschrift ihres Mannesnachgeahmt hatte, David herbeirief und ihm auf den Kopfzusagte: „Du hast diesen Wechsel nicht unterschrieben."„Nein," antwortete er. „Dein Bruder hatte es so eilig, daßer für mich unterzeichnet hat ..."

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