Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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Eva gab dem Kassenboten des Hauses Gebrüder Cointetden Wechsel zurück und sagte: „Wir sind nicht in derLage ..."

Dann stieg sie, da sie fühlte, daß ihre Kräfte sie ver-ließen, in ihr Zimmer hinauf, und David folgte ihr.

„Lieber," sagte Eva mit gebrochener Stimme zu Sechard,>,eile zu den Herren Cointet, sie werden Rücksicht aufdich nehmen; bitte sie, zu warten, und überdies gib ihnenzu verstehen, daß sie dir bei der Erneuerung des Pacht-vertrags mit Cerizet tausend Franken schuldig sind."

David ging sofort zu seinen Feinden. Ein Faktor kannimmer Buchdrucker werden, aber ein tüchtiger Buch-drucker ist nicht immer ein Kaufmann: und so standDavid, der von Geschäften nicht viel verstand, in großerVerlegenheit vor dem großen Cointet, als er von diesem,nachdem er mit erstickter Stimme und mit klopfendemHerzen schlecht und recht seine Entschuldigungen ge-stammelt und seine Bitte vorgebracht hatte, die folgendeAntwort erhielt: „Das ist eine Sache, die uns nichts an-geht; wir haben den Wechsel von Metivier, Metivier wirduns zahlen. Wenden Sie sich an Herrn Metivier." „Oh!"rief Eva, als sie diese Antwort vernahm, „wenn derWechsel an Herrn Metivier zurückgeht, können wir ruhigsein."

Am nächsten Tage, um zwei Uhr, zu einer Stunde, wodie Place du Mürier voller Menschen ist, protestierte Victor-Ange - Hermenegilde Doublon, der Gerichtsvollzieher derFirma Cointet, den Wechsel; und trotz der Mühe, die ersich gab, an der Haustür mit Marion und Kolb zu plau-dern, war der Protest trotzdem am Abend in der ganzenkaufmännischen Welt von Angouleme bekannt. Konntenüberdies die heuchlerischen Manieren von Doublon, demder große Cointet die größte Rücksicht anempfohlen hatte,^va und David vor der kaufmännischen Schande retten,

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