Als Eva sich, von Cerizet über das erste Halbjahr Berichterstatten ließ, erfuhr sie, daß achthundert Franken ein-gegangen waren. Die Ausgaben beliefen sich, da Cerizetund Kolb täglich, der erste zwei Franken und der zweiteeinen Franken bekamen, auf sechshundert Franken. Danun der Preis der Materialien, die für die hergestelltenund gelieferten Arbeiten erforderlich waren, hundert undetliche Franken betrug, mußte es Eva klar werden, daßDavid in den ersten sechs Monaten seiner Ehe seine Miete,die Zinsen für das Kapital, das der Wert seiner Einrich-tungen und sein Patent darstellten, die Löhne für Marion,die Druckerschwärze und schließlich die Gewinne, die einBuchdrucker machen muß, und die Menge Druckereiuten-silien verloren hatte, wie z. B. die Tuche, die Seidenstoffe,die man dazu braucht, um den Druck der Presse auf dieLettern dadurch weniger stark zu machen, daß man einStück Stoff (den Deckel) zwischen den Tiegel der Presseund das Papier, auf das gedruckt wird, einschiebt. Nach-dem Eva im allgemeinen die Mittel der Druckerei und ihreErgebnisse kennen gelernt hatte, merkte sie schon, wie"Wenig Aussichten dieses Unternehmen, das an Auszehrunglitt, im Vergleich mit der energischen Tätigkeit der BrüderGointet hatte, die zugleich Papierfabrikanten, Zeitungs-herausgeber, privilegierte Drucker der bischöflichen Kanz-lei und Lieferanten für den Magistrat und die Präfckturwaren. Die Zeitung, die Sechard Vater und Sohn vorzwei Jahren für zweiundzwanzigtausend Franken verkaufthatten, brachte jetzt jährlich achtzehntausend Frankenem. Eva merkte die Berechnung, die unter der anschei-nenden Großmut der Brüder Cointet versteckt war, welcheder Druckerei Sechard genügend Aufträge ließen, um exi-stieren zu können, aber nicht genug, um ihnen Konkurrenzzu machen. Als sie die Leitung der Geschäfte übernahm,fing sie damit an, ein genaues Inventar von allem, was
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