an Wertstücken vorhanden war, aufzunehmen. Sie ließdie Werkstatt von Kolb, Marion und Cerizet aufräumen,putzen und alles in Ordnung bringen. Dann eines Abends,als David von einem Ausflug auf die Felder zurückkehrte-— er hatte eine alte Frau bei sich, die einen umfangreichenPacken schleppte —, bat ihn Eva, er sollte ihr raten, wieman die Trümmer, die ihnen der alte Sechard hinterlassenhatte, nutzbringend verwenden könnte, und versprachihm dabei, sie wollte die Geschäfte allein führen. Aufden Rat ihres Mannes verwandte Frau Sechard das ganzePapier, das sie gefunden und nach Sorten geordnet hatte,dazu, auf zwei Spalten und nur auf einem Bogen die illu-strierten Volksgeschichten zu drucken, wie sie die Bauern,in ihren Hütten an die Wände kleben: die Geschichte vomewigen Juden, Robert dem Teufel, der schönen Mageloneund etliche Wundergeschichten. Und nun machte sie Kolbzum Kolporteur. Cerizet verlor keinen Augenblick; ersetzte diese naiven Seiten und ihre plumpen Ornamentevom Morgen bis zum Abend. Marion besorgte den Druck.Frau Chardon übernahm alle Hausgeschäfte, denn Evakolorierte die Bilder. Binnen zwei Monaten verkaufteFrau Sechard dank dem Fleiß und der Ehrlichkeit Kolbsauf einem Gebiet von zwölf Meilen rings um Angoulemedreitausend Blätter, deren Herstellung sie dreißig Fran-ken kosteten, und die ihr, das Stück zu zwei Sous,dreihundert Franken einbrachten. Aber als alle Hüttenund Wirtshäuser mit diesen Geschichten tapeziert waren,mußte man an eine andere Spekulation denken, dennder Elsässer konnte nicht über das Departement hinaus-reisen. Eva, die alles in der Druckerei durchwühlte, fandeine Sammlung Figuren, die zum Druck eines Almanachsnötig waren, der Schäferalmanach hieß und in dem dieDinge durch Zeichen und Bilder in roter, schwarzer undblauer Farbe wiedergegeben waren. Der alte Sechard, der
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