Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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kommen Sie überdies noch mindestens zweihundert Fran-ken von den Verlegern, die Ihnen Artikel und Prospektebezahlen. Aber Sie halten zu mir, nicht wahr? Ich kannauf Sie zählen?"

Luden drückte Finots Hand mit überschwenglicherFreude.

„Es soll nicht so aussehen, als ob wir uns verständigthätten," sagte ihm Finot ins Ohr und öffnete dann dieTür einer Dachkammer im fünften Stock des Hauses, dieam Ende eines langen Flurs gelegen war.

Lucien erblickte nunmehr Lousteau, Felicien Vernou,Hector Merlin und zwei andere Eedakteure, die er nichtkannte. Sie saßen alle um einen Tisch herum, auf demeine grüne Decke lag, vor einem guten Feuer, auf Stühlenoder Lehnsesseln und rauchten und lachten. Der Tischwar mit Papieren bedeckt, es stand ein einziges Tintenfaßdarauf, in dem richtig Tinte war, und Federn lagen herum,die ziemlich schlecht waren, aber von den Redakteurenwirklich benutzt wurden. Der neugebackene Journalistinerkte nun, daß das große Werk hier getan wurde.

„Meine Herren," sagte Finot, „der Gegenstand unsererZusammenkunft ist die Einführung unseres lieben Lou-steau in die Stelle des Chefredakteurs des Blattes, das ichzu verlassen genötigt bin. Aber obwohl meine Anschau-ungen notwendigerweise eine Umwandlung erfahren, da-mit ich Chefredakteur der Zeitschrift werden kann, derenZiele Ihnen bekannt sind, sind meine Überzeugungen diealten, und wir bleiben Freunde. Ich gehöre ganz Ihnen,wie Sie mir gehören sollen. Die Umstände wechseln,die Prinzipien sind fest. Die Prinzipien sind der Angel-punkt, um den sich die Zeiger des politischen Barometersdrehen." Alle Redakteure brachen in Lachen aus. „Vonwem hast du denn diese Phrasen?" fragte ihn Lousteau.„Von Blondet," erwiderte Finot. „Wind, Regen, Sturm,

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