fragte Finot seinen Onkel. „Jawohl," antwortete Girou-deau. „Setze auf den, den ich mit dem Herrn mache,das Datum von gestern, damit Lousteau sich an die Ab-machungen halten muß!"
Finot nahm den Arm seines neuen Mitarbeiters, unddiese scheinbare Kollegialität machte dem Dichter Ver-gnügen, der sich so zur Treppe führen ließ, währendFinot ihm sagte: „Sie haben so eine gemachte Position.Ich werde Sie selbst meinen Redakteuren und Mitarbeiternvorstellen. Dann wird Sie Lousteau heute abend in denTheatern einführen. Sie können hundertfünfzig Frankenmonatlich an unserm Blättchen verdienen, das Lousteauleiten wird; bemühen Sie sich also, sich gut mit ihm zustellen. Er wird es mir ja übelnehmen, daß ich ihm inIhrer Sache die Hände gebunden habe, aber Sie habenTalent, und ich will nicht, daß Sie den Launen eines Chef-redakteurs ausgesetzt sind. Unter uns gesagt, Sie könnenmir bis zu zwei Bogen monatlich für meine Wochenschriftschreiben, ich zahle Ihnen zweihundert Franken dafür.Sprechen Sie mit niemandem über diese Abmachung, allemöglichen Eitelkeiten werden sich über das Glück einesAnfängers ärgern und mir darüber böse sein. Machen Sieaus Ihren zwei Bogen vier Artikel, unterzeichnen Sie zweidavon mit Ihrem Namen und zwei mit einem Pseudonym,damit es nicht so aussieht, als ob Sie anderen das Brotwegessen. Sie verdanken Ihre Stellung Blondet und Vignon,die beide finden, daß Sie eine Zukunft haben. Also, werdenSie mir nicht liederlich. Trauen Sie vor allem Ihren Freun-den nicht. Wir zwei wollen immer gut miteinander aus-kommen. Wie Sie mich bedienen, bediene ich Sie. Siehaben für vierzig Franken Logen und Billets zu verkaufenund für sechzig Franken Bücher zu verklopfen. Das undIhre Mitarbeit bringt Ihnen vierhundertfünfzig Frankenmonatlich. Wenn Sie nur ein bißchen Witz haben, be-
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