8. KAP.
Stationstrefifie im Kloster Bussaco
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eine Terrasse als hängender Garten angelegt. Ein bedeutendes Rampentreppensystemführt in die tiefer liegenden Teile des Gartens. Selbst in dieser Zeit, wo die Augen sounbedingt auf Frankreich gerichtet waren, hat Portugal hier gewisse eigene Traditionenfestgehalten. Heute ist die Anlage verwildert, die Statuen sind zum Teil umgestürzt,doch um so malerischer zeigt sich dies Bild südlicher Schönheit 59 .
Ein anderes Gartenmotiv, das das Barock in Italien ausgebildet hatte, findet in Por-tugal seine eigenartige Anwendung: in einer ganzen Reihe hochgelegener Klöster istdie Stationstreppe zu einer prächtigen Wassertreppenanlage gestaltet. Das Kloster
ifl Abb. 309«jf KlosterBussaco,Stationstreppeim Park
Nach Artee Naturezzeem Portugal
von Bussaco 60 hat in seinem herrlichen Park inmitten ragender alter Zedern das frühesteBeispiel einer solchen Anlage (Abb. 309): gerade Treppen führen von Plattform zuPlattform, zu beiden Seiten eines Wasserlaufes, der, in regelmäßigem Zickzack angelegt,von Tuffstein eingefaßt ist und auf jeder Plattform durch kleine, mit Tuffstein einge-rahmte Brücken überspannt wird. Zwischen den Treppen fällt das Wasser in kleinen Fällenherab und endet unten in einem Bassin, während oben aus dem Brunnenhause ein Strahldas oberste Becken speist. Einst war hier der Eingang zum alten Kloster. „Damitdieser Ort der Zurückgezogenheit für immer angenehm sei und dem Gebet angemessen,soll der Prior jedes Jahr Waldbäume pflanzen; er darf keine herausnehmen und um-schlagen, ohne die Billigung des Kapitels", so bestimmt die Gründungsurkunde, undPapst Urban belegte durch eine Bulle mit Bann jeden, der in dem „Bannwalde"Baumfrevel beginge 61 . Dem Gebet heilig ist dieser Ort nicht geblieben, denn moderne
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