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Quinta die Ramalhäo — Queluz
8. KAP.
Bassins hat nur Portugal so ausgebildet. Noch eine zweite Wand, die sich neben demHause hinzieht, hat ähnlichen Schmuck, auch hier Fayenceplatten, zwischen denenStatuen stehen und über denen Fruchtgehänge mit Medaillons angebracht sind; in derErde davor ist eine Muschel eingelassen, die vielleicht auf einen Brunnen schließen läßt.Überall bilden diese großen, meist an sehr hohen Mauern gelegenen Becken das auf-fallendste Merkzeichen der portugiesischen Gärten jener Zeit. Auch in der Quinta daRamalhäo 58 , die erst dem XVIII. Jahrhundert angehört, ist die Anlage eines großenBeckens über den bedeutend abfallenden Terrassen sehr eigenartig. Als sich der
Abb. 308
Queluz bei
Lissabon,
Hauptparterre
Nach Artee Naturezzeem Portugal
Infant Dom Pedro, der im Jahre 1750 als Pedro III. den Thron bestieg, ein Schloß er-baute und dazu einen Park anlegte, der natürlich von den Zeitgenossen das portugie-sische Versailles genannt wurde, ist, obgleich ein französischer Baumeister langeden Bau von Queluz leitete, der französische Einfluß doch so gering, daß dies könig-liche Lustschloß sich noch ganz in die Renaissanceentwicklung einfügt (Abb. 308). Queluzliegt ein paar Meilen nordwestlich von Lissabon, der seitlich gelegene Fluß ist in denGarten hineinbezogen, Flußbett wie Brücke sind mit Azulejos bekleidet, was das Bild in-mitten der südlichen Vegetation überaus leuchtend macht. In der Hauptachse desHauses liegt ein Gartenhof, der von Reiterstatuen beim Eingang nach dem statt-lichen Parterre flankiert wird. Den Endpunkt bildet ein Wasserturm mit einer Kas-kade, während die Querachse des Parterres auf die Flußbrücke führt. Zur Seite nachdem Flusse, wo das Tal sich senkt, ist in einer abgestumpften Ecke des Schlosses