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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
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S.KAP.

Penha verde Quinta di Bacalhöa

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Bäume gelegenen Anlage bildet ein mit Sanskritsprüchen bedecktes Tor. In der Mittedes Platzes kündet ein Grabstein, daß hier das Herz Dom Joaos ausruhe von der Arbeit,die es im Leben dem Vaterland geweiht. Merkwürdig erschien dieser Park schon denZeitgenossen um der Fülle fremdartiger Gewächse, die de Castro von seinen Reisenmitgebracht hatte, und womit er dem botanischen Interesse seiner Zeit entgegenkam.Sein Biograph erzählt, Dom Joäo hätte die fruchttragenden Bäume aus diesem Besitz-tum, das der König ihm als Belohnung seiner Verdienste geschenkt habe, entfernenlassen, damit man nicht sagen könne, er wolle daraus irgendeinen Nutzen ziehen 52 .

Von großer Bedeutung für den Schmuckportugiesischer Bau- und Gartenkunst sinddie Azulejos, die ursprünglich blauen, späterauch bunten Fliesen, die hier wie in Spanieneine Erbschaft maurischer Kunst sind, inPortugal aber eine weit stärkere und längerdauernde Verbreitung gefunden haben 53 . Mitdiesen Azulejos bekleidete man mit Vorliebe,wie wir schon in den Klosterhöfen sahen, dieBassins, wo ihnen die Spiegelung des Wassersnoch eine buntere Mannigfaltigkeit verlieh.Und die Eigenausbildung der Wasserbassinsgibt den Gärten Portugals vom XVI. Jahr-hundert an einen nationalen Sonderzug.Gleich in der ersten Villa, die die Bauformenitalienischer Renaissance in Portugal rein auf-weist, der Quinta de Bacalhöa, hat sich einereizvolle Anlage erhalten 54 . Der Erbauer derVilla war der natürliche Sohn und einzige Erbedes großen Admirals Albuquerque. Als ganzjunger Mann war Alfonso im Jahre 1521 imGefolge, das Donna Brites nach Savoyen alsBraut des Herzogs bringen sollte, nach Italiengefahren. Von Villafranca bei Nizza, wo dieFlotte landete, hatten die portugiesischen

Herren eine Reise nach Italien gemacht, und dort hatte Alfonso sein Auge und seinen Ge-schmack mit Bildern italienischer Kunst erfüllt. Als er dann dies Landgut von der In-fantin kaufte und sich 1554 sein Schloß erbaute, wählte er dafür italienische Formen.Der Garten aber zeigt den gleichzeitigen italienischen und spanischen gegenüber einebemerkenswerte Eigenart. Das Haus, durch einen pavillonflankierten Hof zugänglich, um-schließt einen kleinen giardino secreto, alegrete dürfen wir ihn nennen. Diese Gruppe liegtan einer Ecke einer Gartenterrasse (Abb. 304) von sehr großen Dimensionen, 160 xi56m.An der entgegengesetzten Ecke ist ein großes Bassin von etwa 30 m Seitenlänge aus-gegraben, es ist ringsum von Mauern eingeschlossen, an eine der Wände lehnt sich eineHalle, die durch drei Pavillons unterbrochen ist (Abb. 305), die drei übrigen sind mitAzulejos und Terrakottabüsten bekleidet. An den anderen Ecken der großen Terrasseliegen zwei kleine Pavillons, darunter befindet sich noch eine zweite von ähnlichen

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Abb. 304Quinta diBacalhöa,Lageplan

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Nach

J. Rasteiro

A Weingarten. Bu.C Pavillons. D Bassin.F Halle. K Schloß. I Blumengarten. M Ein-gangshof. S Obstgarten.