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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
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8. KAP.

8. KAP.

Madrid, Buen Retiro

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gssucht dieDas Klosterwenn schon"enstern aus;tzt üblich,. waren. Sieh auch ver-

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mehren würde. Aber diese alte Klosterpraxis genügte dem verwöhnten Gaumen nichtmehr. Rings in den Parks zerstreut, meist an der Peripherie, waren kleine Eremitagenerbaut. Es waren kleine Gartenvillen, jede mit einer Kapelle, einem Aussichtstürmchen,einem kleinen Parterregarten, mit Labyrinth und Grotte und andereninvenzioniboscherecci". Da war eine Eremitage des heiligen Isidor, diese im Nordwesten dem Palastzunächst liegend, eine des heiligen Bruno der heiligen Ines, der Magdalena, des Johannesdes Täufers. Die größte war die des heiligen Paulus (Abb. 303); in ihrem Garten, der mitStatuen geschmückt war, lag ein dreiteiliger Narzissusbrunnen. Das Haus hebt sichprächtig aus dem von Treillage umgebenen Parterre 40 . Die südöstlichste war die desheiligen Antonius, sie war als eine kleine Wasserburg mit Gräben umgeben, von denender äußere in seltsam gebogener Gestalt mit dem großen Parkkanal in Verbindung stand.Untereinander und mit dem Park waren diese kleinen Bauten durch Alleen verbunden.Im Innern waren sie prächtig mit Gemälden und allem Luxus ausgeschmückt, und hier

Abb. 303Buen Retiro,Ermita deS. Pablo,Madrid

wohnten bevorzugte Hofleute. In der Einsiedelei des Täufers hatte Olivarez seine Woh-nung aufgeschlagen, dort versuchte er mit Hilfe der Künste des Alchimisten Vin-cenzo Massimi das Gold zu machen, das er mit vollen Händen auszugeben verstand.Zweifellos ist mit diesen Anlagen, die hier in Buen Retiro in einer so selbstverständ-lichen Vielheit auftreten, der Schritt getan, der die Eremitagen allmählich immer mehrzu einem Spielzeug der galanten, etwas sensationslustigen, vornehmen Welt machte,zu dem sie sich in der späteren Zeit entwickelten. Man möchte gerne in dem Grundwesendes spanischen Volkes wie in der Beschaffenheit gerade dieses Hofes die erste Nötigung zudiesem Schritte sehen, doch während diese Villeneremitagen in den Parks Spaniens erstin Buen Retiro im XVII. Jahrhundert auftreten, baute sich schon um das Jähe 1560der Kardinal Bourbon in seinem Parke des Schlosses Gaillon eineeremitage abondanten tout plaisir", die vollkommen der Schilderung dieser spanischen Ermitas entspricht 41 .Vielleicht fehlt es auch nur an Dokumenten, die ebenfalls in Spanien frühere Vorgängerzeigen. Unbestritten aber wird Philipp IV. der Ruhm bleiben, an seinem Hofe zuerst diegrößten und überraschendsten Gartenfeste gefeiert zu haben. Im Jahre 1632 empfingOlivarez zum erstenmal den König in seiner Villa, nur um sie dem Herrscher abzutreten,