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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
Entstehung
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Collodi, Villa Garzoni

7. KAP.

durch Hecken abgeschlossen, in denen Statuen wie in Nischen stehen. Am Ende derdritten Terrasse liegt ein zierliches Theater, Kulissen und Dach sind aus grünen Pflanzenverschnitten, Statuen stehen rings an den Wänden. Erst an die Wassertreppe, die auchvon Hecken eingefaßt ist, drängen sich von beiden Seiten die dichten Eichenbosketts, über-ragt von den herrlichen Zypressen der obersten Terrasse. Hinter der Fama, die auf einemGrottenaufbau thront, sind, versteckt und lauschig, die Bäder angebracht, einst auchsie mit allem Raffinement, Musikkapellen und ähnlichem versehen, jetzt der einzige

Abb. 279Villa Albani,Rom, Haupt-parterre, von derSeite gesehen

Phot.

Teil des Gartens, der ziemlich verfallen ist. Daß es in diesem Garten an allerlei lustigenWasserscherzen nicht fehlt, versteht sich von selbst. Besonders schlimm sind die Be-sucher des Labyrinthes dran, das oben zwischen Haus und Garten neben einemkleinen versteckten Ziergarten liegt: die darin Verirrten werden von einem seitlichenhohen, verdeckten Gang noch mit Wasserstrahlen plötzlich durchnäßt. Das Hausselbst liegt seitwärts vom Garten auf oberster Terrasse mit der ganzen Breitseite,der eine sehr geringe Tiefe entspricht, der Stadt zugewendet. Sein Erbauer, RomaniGarzoni, der im Jahre 1663 gestorben ist, scheint schon den größten Teil des vorzüglicherhaltenen inneren Schmuckes wie des Gartens vollendet zu haben. Gewiß ein Bildvoller Pracht und Zier, das es uns erleichert, viele verwilderte und zerstörte Gärtenaus der klassischen Zeit italienischen Gartengeschmacks zu verstehen. Hier ist dieNatur vollkommen gebändigt und selbst zu einer glänzenden Architektur geworden