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Isola Bella
7. KAP.
Mühe erkennen lassen, ein schöner Delphinbrunnen an der Hauswand, alle diesegeringen Spuren gehen unter in der zu einem botanischen Garten in malerischem Stilumgewandelten Insel. Sie bildet heute mit ihrem üppigen tropischen Pflanzenwuchs einreizvolles Gegenspiel zu ihrer Schwesterinsel, der Isola Bella (Abb. 269). Einst war dieseein flacher Glimmerschieferfels, ehe die Laune und der Reiz zu überwindender Schwie-rigkeiten den Grafen Vitalione IV. drängte, hierher von Isola Madre seine Hauptresidenzzu verlegen, sich ein prächtiges Schloß zu erbauen und dahinter einen Garten zu er-richten, in dem er der Natur zum Trotze mit einer Art von asiatischer Herrscherlaune
Abb. 270Isola Bella
Phot.
auf flachem Lande Hügel und Terrassen auf riesigen Substruktionen sich erhebenhieß (Abb. 270). Das Haus, besonders der bedeutende Hafen davor, sind niemals fertiggeworden, der Garten dagegen ist noch heute in wenig veränderter Gestalt ein Denk-mal des trotzig hochstrebenden Geistes seines Schöpfers. Von der dem Hause entgegen-gesetzten Seite des Seeufers steigt die Hauptschau des Gartens in zehn Terrassen empor(Abb. 271). In dem oberen Aufsatz der fünf stufenweise sich verjüngenden Terrassenhat der Baumeister vielleicht die Nachrichten über die babylonischen hängenden Gärtenvor'Augen gehabt. Um drei Seiten führen die schmalen Terrassen herum, die Futter-mauern sind mit Limonen bepflanzt, davor ist niederes, verschnittenes Gebüsch.Auf den Balustraden stehen eine Menge Statuen. Nach dem Hause zu sind diese fünfTerrassen als eine einzige glatte Wand höchst phantastisch mit Grotten und Muschel-werk .verkleidet; von einem Einhorn, dem Wappen der Borromeo, gekrönt 194 (Abb. 272).Diese Wand bildet den Abschluß eines bepflanzten Hofes, dessen Aufgang von der