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Rom, Villa Borghese
7. KAP.
Statuen geschmückt. Zur Seite liegt ein kleiner Rundtempel über einer künstlichen Eis-grotte, die als Weinkeller diente. Die Grotte ist noch heute erhalten, war aber damals alseine Art Speisesaal im Freien im heißesten Sommer kühl eingerichtet. Das Kasino ist voneinem Flamländer Vasanzio Fiamingo erbaut, in einem Stil, der zweifellos eine großeÄhnlichkeit mit der Gartenfassade von Villa Medici hatte (Abb. 261). Das Kasino solltewohl von Anbeginn, wie diese Villa, kein Wohnhaus, sondern nur ein Empfangshausfür große Geselligkeit, mit den auserlesensten Kunstwerken geschmückt, sein. Dem ent-
Abb. 260Villa Borghese,Rom, Fluß-pferdfontäne
Phot.
sprechend ist auch der große viereckige Platz davor, ähnlich wie in Villa Medici, alsprächtige Auffahrt gedacht, rings umgeben von Marmorvasen und Statuen. Die turm-gekrönte Fassade ist auch hier mit antiken Reliefs und Büsten statt alles architektoni-schen Zierats geschmückt 187 . Zu beiden Seiten des Gebäudes sind giardini secreti fürOrangen, seltene Blumen, Kräuter und Früchte angelegt. In der Mitte des nördlichendieser Gärten liegt ein zweiteiliges Vogelhaus (9), ähnlich gebildet wie das in den Farne-sischen Gärten. Hinter dem Kasino (Abb. 262) breitet sich der zweite Ziergarten aus, demPlatze vor dem Hause entspricht hier ein gleicher mit einem Brunnen (n), den eine bron-zene Xarcissusstatue 1 8 8 krönte, in der Mitte. Ringsum standen antike Sarkophage, Statuen,Sphinxe. Vor den Wegausläufen der quadratischen Bosketts, in die das Ganze geteilt ist,halten kolossale fruchttragende Hermen Wacht. Die nördliche Mauerist mit einer Theater-dekoration bekleidet, die wieder mit antiken Inschriften und Statuen in den Nischen
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