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Villa di Castello
7. KAP.
Abb. 177
Nymphen-
byunnen, früher
Villa diCastello,
heute Villa di
Petraia
Phot.
allem Wesentlichen gestalten 74 . Nach den Malerarchitekten in Villa Madama, Palazzodel Te, Villa Imperiale und Dei Collazzi, dem Festungsbaumeister in San Vigilio, kommthier einmal ein Bildhauer zu Worte, und diese Neigung des Künstlers prägt sich inder Anlage deutlich aus.
Der Ort hatte, wie Vasari erzählt, seinen Namen von einem römischen Wasser-reservoir, das für die Wasserleitung von Valdimarna nach Florenz diente. DieseWasserleitung benutzte Tribolo, um vor dem Vorgarten am Straßeneingangstorzwei Bassins anzulegen, getrennt durch eine Brücke; zwei Brunnen an der Außen-mauer ergossen ihr Wasser indiese Bassins. Eine Allee vonMaulbeerbäumen, die sich zurLaube wölbten, sollte vom Arnoherauf über die Brücke fortge-führt bis zum Hause gehen. Zubeiden Seiten breitete sich imVorgarten je ein Prato aus 75 .Aber auch im Hauptgarten, dersich hinter dem Hause einensanft ansteigenden Hügel hin-anzog, lag diesem zunächst einPrato. Das Haus zu beiden Sei-ten aus einem grünen Wiesen-teppich aufsteigen zu lassen, istein Lieblingsmotiv der floren-tinischen Villen: die erhaltenenGärten zeigen das heute noch,und die Stiche von Zocchi ausdem XVIII. Jahrhundert bestä-tigen dies. Auch in der gro-ßen Reihe von Zeichnungen zuGartenentwürfen, die die Uffi-zien in Florenz bewahren, fehltdas Prato dem Hause zunächstfast niemals.Östlich vom Hause lag ein Wirtschaftshof, links aber ein giardino secreto, aus demman noch weiter westlich in den Fruchtgarten gelangte, der seinerseits durch einTannenwäldchen begrenzt wurde, welches die Wohnung der Arbeiter barg. Der Haupt-garten steigt nach Norden in Terrassen auf. Er ist seitlich von hohen Mauern einge-schlossen, die an den Enden der Querwege Nischen mit Statuen zeigen. Aus der Schmuck-wiese 7 6 steigt man auf wenigen Stufen zu der ersten Terrasse, auf der zunächst der wunder-volle Antäusbrunnen sich erhebt (Abb. 176). Weiterhin aberlag das Labyrinth, das, kreis-rund, von Zypressen und Lorbeeren umgeben, einst einen zweiten köstlichen Brunnenumschloß, die Nymphe, die aus ihren Haaren Wasser windet 77 (Abb. 177). Hinter dieserTerrasse schließt eine niedere Mauer den Garten nach dem etwas höher gelegenen Orangen-garten ab. Die nächste Terrasse ist bedeutend höher, die Futtermauer gegen den Berg zu