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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
Entstehung
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7. KAP.

Poggio a Cajano

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benutzt, der Haupteingang ist durch eine Loggia betont, die ihr Motiv den antiken Tempel-fassaden entnimmt (Abb. 157). Ringsum aber lauf t in der Höhe des pian nobile eine breite,balustradenumsäumte Terrasse, die auf Pfeilerbogen ruht und einen freien Blick über dasganze blühende Tal gestattet, in dessen Mitte die Villa auf einem sanften Hügel thront.Die ganze Breite des Hauses durchzieht der gewaltige Tonnensaal, der in seinen riesigenund doch schönen Verhältnissen ein sichtbarer Ausdruck ist für die stolzen, hochflie-genden Gedanken dieser reichen florentinischen Generation. In den Garten hinab führenvon der Terrasse aus die eleganten runden Rampentreppen, ein Motiv, das, hier zuerstangewandt, in den florentinischen Villen der Folgezeit sehr häufig wiederkehrt und ihnen

Abb. 157Poggio aCajano,Aufgang vomGarten

Phot.

immer den Anblick von Würde und Grazie zugleich verleiht. Nicht ganz sicher läßt sichder Garten rekonstruieren. Der Abschluß nach der Straße zu, eine Art Portikus, miteinem wahrscheinlich ursprünglich gemalten Oberstock und zwei flankierenden Eck-pavillons, gehört sicher der ersten Anlage an. Von hier zieht sich langsam ansteigenddas Gartenterrain zum Hause. Das Rund der Treppen ist durch eine niedere Mauer inweiterem Bogen davor wiederholt, in die das Erdreich des Parterres mit Rasen be-pflanzt tief einschneidet. Um das Haus läuft an den anderen Seiten ein Ziergarten, seit-lich davor liegt der Orangengarten, während dahinter ein der sentimentalen Zeit desXVIII. Jahrhunderts angehöriger Park sich anschließt. Dies ist der heutige Zustand derGärten. Die Villa war bei Lorenzos Tode noch nicht fertig und wird in den darauf fol-genden , den Mediceern so verhängnisvollen J ahrzehnten schwerlich sehr gefördert worden