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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
Entstehung
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6. KAP.

Petrarca

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Petrarca scheint überall, wohin er kam, eines Gartens bedurft zu haben, dener selber pflegte. In Parma besaß er einen, wo sich Weinranken zwischen den Bäu-men schlangen, hier fand die berühmte Begegnung zwischen ihm und Boccacciostatt. Von seinem Garten in Vaucluse sagt er, daß er ihn mit seinen eigenen Hän-den gepflanzt habe, und freudig vergleicht er seine Tätigkeit mit der göttlichen vonBacchus und Minerva. So habe er nicht nur für den Schatten der Enkel gesorgt, sondernwandle selbst schon darunter 93 . Und am Hang der euganeischen Berge, eine para-diesische Landschaft überschauend, liegt noch heute das kleine Häuschen, das derDichter seinem Alter als Zufluchtsstätte in dem weinberühmten Dorfe Arqua erwählthatte. Von der Dorfstraße tritt man in den Garten, den eine dicht verwachseneLorberallee zum Hause leitend durchschneidet; rechts und links davon blühen, heutewie damals, die Blumen auf den einfachen Beeten. Auf der anderen Seite des Hauses,halb die liebliche Aussicht genießend, halb auf das ganz verschwiegene Hintergärt-chen blickend, liegt die offene Loggia wie in Boccaccios Villen. Am Fuße des Hügelssteht neben der Kirche der Sarkophag, der des Dichters Gebein umschließt, obenaber grünt und duftet der Lorbeer, den er wie keiner geliebt und besungen hat,ewig fort.