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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
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6. KAP.

Albertus Magnus

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birgt, bringt ihm das Studium orientalischer Quellen. Doch hat er auch vieles selbst ge-sehen und glücklich beobachtet und zu diesem Zwecke in seinen Gärten allerlei Ver-suche angestellt. Das wunderbarste, was wir über seine Gartenpflege erfahren, erzähltder Chronist de Beka in der Mitte des XIV. Jahrhunderts 72 : Am 6. Januar 1249 reisteder römische König Wilhelm von Holland durch Köln. Albertus empfing ihn in seinemKloster und gab ihm dort ein großes Fest, hierbei setzte er die Gäste in höchste Ver-wunderung, als er ihnen im Klostergarten mitten im Winter Fruchtbäume mit reifenFrüchten und blühende Gewächse, die er bei gelinder Wärme zum Wachsen gebracht

Abb. 146Das Paradies-gärtlein

HistorischesMuseumFrankfurt a.M.

hatte, zeigen konnte. Wie weit diese Schilderung nach hundert Jahren auf W T ahrheitberuht, ist heute nicht festzustellen; unmöglich ist es nicht, daß Albertus aus dem Alter-tum oder noch wahrscheinlicher aus orientalischen Schilderungen Kunde von solchenkünstlichen Züchtungen erhalten hatte und sie mit Glück nachahmte 73 . Köln genoßdamals einen besonders hohen Ruf um seiner Gärten und Blumenzucht willen. DieKlöster sowohl wie die Erzbischöfe besaßen prächtige Gärten. Engelbert II. hattein seinem Lustschlosse in Bonn einen sehr schönen Garten, der nicht nur einen Tier-zwinger umschloß, in dem er Löwen hielt, sondern der auch voll seltener Pflanzen war.Wie groß aber das allgemeine Interesse auch in der Bürgerschaft für diese Pflanzen war,zeigt folgende Anekdote: Engelbert lag 1288 mit der Stadt in Fehde und mußte nachBonn fliehen. Seine Domherren wußten nun ihre Feinde mit dem Berichte über die