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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
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6. KAP.

Burggärten

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gänglichen Bergkuppen, die wenig Raum boten, siedelten sich die Edelleute an oderumgaben ihre Wohnstätten in der Ebene mit breiten Wassergräben. In beiden Fällenwar für Gärten kaum Platz gelassen. Es war auch bei diesen Burgbewohnern wenigNeigung für friedliche Bepflanzung und Kultur des Bodens, die Ritter brachten vonihren Jagdzügen schon das Nötige für die Küche mit. Trotzdem werden auch auf den

Abb. 127Klosterhofdes heutigenThermen-

NachLetaroully

alten Burgen die Gärtlein nicht ganz gefehlt haben. Die Pflegerinnen waren die Schloß-frauen, die von ihren Lehrmeistern, den Mönchen, erlernten, wie man heilsame Kräuterin den Würz- und Krautgärten pflanzte, um Kranke und Wunde in Schloß und Dorfzu heilen oder auch um etwas Zukost und Gemüse für die Küche zu erzielen. In derZeit der Blüte erfreuten sie sich dann der bunten Pracht, und die Jungen und Frohenflochten wohl auch Kränzlein für sich und den Gespielen. Unter den Fenstern derFrauenwohnung legte man den Garten an, damit er der Schloßfrau im Auge bliebe.Von oben wollte er angeschaut werden, dann lag er wie ein bunter Teppich in seiner