5. KAP.
Timurs Gärten um Samarkand
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lässigen, Samarkand zu seiner Hauptstadt. i l j 2 —2 Meilen erstreckten sich damals dieGärten um Samarkand. Im Osten erhob sich der Bagh-i-Dilkuscha, „der Garten, der dasGemüt erheitert", den eine lange Allee mit der Stadt verband. Im Süden aberlag der Lieblingspalast des Herrschers, den er seine Einsiedelei nannte, Bagh-i-Bihischt,„der Paradiesgarten". Der Biograph Timurs, Scheref-ed-din, schildert ihn: Ganz ausweißem Trebriser Marmor, auf einer künstlichen Terrasse erbaut, sei er mit einem tiefen
Abb. 114Isphahan,Teil desStadtplanes
Nach Sarre
A Maidan, 5 Tschehar-bagh, 13 Palasttor, 16 Pavillon Tschihil-sutun, 20 Pavillons.
Graben umgeben gewesen, zwei Brücken führten herüber in die Gärten, auf einer Seitewar ein Tierpark angelegt. Ein anderer Palast war durch seine stolzen Pappelalleen be-rühmt und trug davon auch den Namen Pappelgarten 54 .
Keinem der vielen asiatischen Stämme, die damals in ewigem Ringen um die Welt-herrschaft die Geschicke dieses Weltteils bestimmten, fehlt es an Einzelschilderungen vonGärten, wenn auch nur selten eine Individualität durch starke bestimmende Züge sichheraushebt. Auch die Türken erzählen viel von ihren Wundergärten. Vonderhohen Kultur,die das Land unter dem großen Gegner Timurs, dem Sultan Bajezid IL, genoß, zeugtdie Erbauung eines Irrenhauses in Adrianopel: Inmitten eines paradiesischen Gartens,so berichtet der Geschichtschreiber, liegt ein hoher massiver, zum Himmel ragender