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Generalife
5. KAP.
Abb. 1094 lhambral.öwenhiif
Phol.
sehen habe. Es hat mehrere Patios, alle reichlich mit Wasser versehen, vornehmlichaber einen, mit einem fließenden Kanal in der Mitte und voll herrlicher Orangenund Myrten. Dort ist eine Loggia, welche die Aussicht nach außen hin gewährtund unter der Myrten von einer Höhe emporragen, daß sie fast bis an den Balkon Ireichen. Diese sind so dicht belaubt und alle mit so gleich hohem Gipfel, daß siewie eine grünende Flur erscheinen. Das Wasser fließt durch den ganzen Palast undwenn man will, auch durch die Zimmer, deren einige sich zu einem köstlichenSommeraufenthalte eignen." Ferner sieht er einen Hof, der „von Grün und wunder-baren Bäumen strotzt", mit einer kunstvollen Wasserleitung; wenn einige Röhrendieses Aquäduktes geschlossen werden, so sieht derjenige, der auf dem grünenRasen steht, plötzlich Wasser unter seinen Füßen aufsteigen, so daß bald alles über-schwemmt wird, nachher kann es aber ebenso leicht und unvermerkt wieder ab-gelassen werden. „Noch ist ein merkwürdiger, nicht sehr großer Hof da, welchenüppiger Efeu so dicht umrankt, daß man die Mauern gar nicht sieht; er steht aufeinem Felsen und hat mehrere Balkons, von denen man in die Tiefe, durch welcheder Darro fließt, hinabschaut, ein entzückender und reizender Anblick. Inmittendieses Hofes ist eine herrliche Fontäne mit einer sehr großen Schale, das Rohr inder Mitte wirft Strahlen mehr als zehn Klafter in die Höhe, die Wasserfülle ist er-staunlich, und nichts kann anmutiger sein als dem Fallen der Tropfen zuzuschauen.Auf dem höchstgelegenen Teile dieser Schloßanlage in einem der Gärten ist eine schöne