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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
Entstehung
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4. KAP.

Gartenzimmer im Haus der Livia

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des Zimmers wird die Illusion erhöht haben. Ringsum läuft zunächst ein durchbrochenesHolzgitter, das einen breiten grünen Weg von dem Zimmer trennt, auf der anderenSeite des Weges sehen wir wieder ein Gitter, prächtiger und abwechslungsreicher in dreiMustern gearbeitet. Dieses ist in regelmäßigen Abständen hinausgerückt, zu einer ArtNischen, in denen hohe Bäume, je ein Laubbaum oder eine Araukarie stehen; unter demStamm erkennen wir Akanthuspflanzen, an einigen schlängelt sich Efeu empor.Dicht an dem Gitter läuft rechts und links als Wegfassung ein Blumenband vonäußerst zierlichen weißen Blüten, zwischen diesen sind in gleichen Abständen ein kleiner

Abb. 63

Frigidarium

aus den

Stabianer

Thermen,

Pompeji

Nach Niccolini

Kaktus oder aufgebundene Efeustauden gepflanzt. Über die äußere Einfassung diesesZierplatzes sehen wir in das Baumgewirr des weiteren Gartens hinein; zunächst auchnoch als ziemlich regelmäßig gepflanzte Bäume und Büsche zu erkennen, Orangen-bäume mit Blüten und Früchten, zwischen denen eine prächtige Blumenrabatte inleuchtenden Farben über das Gitter schaut. Weiter hinten Palmen und Zypressen mitanderen Laubbäumen vermischt. In den Zweigen schaukelt sich eine Menge bunterVögel, die sich der Blüten und ihrer Freiheit freuen, nur einer von ihnen ist in einengoldenen Käfig gesperrt, der auf dem Geländer steht.

Ein anderer Raum, dessen Bemalung in ebenso reizvoller Form einen ähnlichen Zweckverfolgt, wie das Zimmer der Livia, ist das kleine Frigidarium in den StabianerThermenin Pompeji 853 (Abb.63). Es ist ein kreisrunder Raum, der das Tageslicht von oben durcheine Öffnung erhält, der blaue Himmel scheint dort hinein und vermischt seine Farben mit