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Bagh-i-Takht bei Schiras
2. KAP.
Abb. 33
Bagh-i-Takht
(Garten des
Thrones) bei
Schiras
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Phot.
Schicht zu tragen, um darauf einen Garten mit hohen Bäumen zu pflanzen. Den ganzenAufbau nennt Diodor bergig. Wir dürfen annehmen, was andere, besonders auchBerosus bestätigen, daß auch die Umgänge der einzelnen Terrassen bepflanzt waren,so daß der Anblick im ganzen einem grünen Berge wohl ähnlich gesehen hat. Der archi-tektonische Gedanke solcher Bauten war der babylonischen Kunst durchaus nichtfremd, die sogenannten Etagentürme, die, auch viereckig, häufig bis zu sieben Etagenaufstiegen, müssen von ähnlichen Baugedanken ausgegangen sein. Kein altes Bildunterstützt anschaulich diese Schilderung Diodors. Doch finden sich auf diesem Erdteil,wo die Tradition allen Umwälzungen zum Trotz Jahrtausende siegreich überwunden,noch heute in Persien Beispiele ähnlicher Gartenanlagen. In den gesegneten Gefilden vonSchiras lehnt sich an einen der steilen Berghänge ein Terrassengarten, der Bagh-i-Takht(Abb. 33), der Garten des Thrones, der, wenn auch nicht ganz freistehend, doch mitseinen stufenförmig sich verkleinernden Terrassen ein Bild dessen, was Diodor den Bergnannte, geben könnte.
Und näher unserer Anschauung — vielleicht nicht völlig unbeeinflußt von DiodorsSchilderung — erhebt sich im Lago Maggiore der künstliche Terrassenhügel vonIsola Bella. Diodor spricht nichts von dem Aufgang; wahrscheinlich waren Treppen-stufen innen wie in den Theateraufgängen angebracht, ähnlich wie in dem Garten beiSchiras auch.
Strabos Schilderung weicht in wesentlichen Zügen von Diodor ab. Er läßt die Ebenedes hohen Gartens von einem Gewölbesystem getragen werden, das auf übereinander-gestellten Würfeln ruht. Diese Würfel sind innen hohl und mit Erde gefüllt, um die