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Regelmäßige Anlage — Sanherib
2. KAP.
Gebirges als Formation, als Landschaft ausdrücken und damit einen malerischen Stilim chinesisch-englischen Sinne andeuten 14 . Diese westasiatischen Parks waren regel-mäßig angelegt, wie aus ältester Zeit das chaldäische Wort kiru — Baumreihe — be-weist und wie in spätester Xenophon, die strenge Regelmäßigkeit der Baumreihen dieserParks bewundernd, bestätigt. Auch die erhaltenen Denkmäler zeigen das vielfach. DieAssyrer haben eine große Vorliebe für künstliche Hügel und Terrassenbauten gehabt,ihre Paläste errichteten sie auf ungeheueren Erdaufschüttungen, auch Kapellen undTempelchen sind auf kleinen Hügeln inmitten ihrer Parks erbaut (Abb. 29). Meist sinddiese kleine, offene Säulenhallen, die in der Nähe von Wasserläufen auf einer Erhöhungliegen, die regelmäßig mit Bäumen, Pinien und Zypressen, bepflanzt ist; manchmal istdieser Hügel auch von einem kleinen Altar gekrönt 15 , während die Halle danebenliegt.Ob diese Tempelchen im „Chilanistil" erbaut sind, ist noch unaufgeklärt. Nur ganz vonferne möchte man an ein Gartenmotiv erinnern, das in späteren Gärten durch alle
Abb. 29
Tempel und
künstlicher
Hügel im Park
Khorsabad
Nach Bottaund Flandin »
Jahrhunderte anzutreffen ist, den Aussichtshügel, in der deutschen GartenspracheSchneckenberg genannt, für den der Zypressenhügel der Villa Medici ein klassischesBeispiel bildet.
Weit eingehender als Sargon unterrichtet uns sein Sohn und Nachfolger Sanheribüber die Anlage seines Parks. Er erbaute sich einen „Palast, der seinesgleichen nichthatte", auf einem riesigen Terrassenunterbau. In seinen Prachtsälen erzählen zahlreicheReliefs, mit welch ungezählter Menge von Menschen der Herrscher sein Haus errichtethat. Bei allen wichtigen Ereignissen zeigt sich der Großkönig selbst 16 . An diesem Palastlegte er auch einen Park an, „gleich dem Amanusgebirge", worinnen alle Gewürze,Baumpflanzungen, das Erzeugnis des Gebirges und Chaldäas wachsen. „Um die Pflan-zungen anzulegen, habe ich das Feld außerhalb der Stadt, 3 Pt. (?) groß, den Niniviten zu-geteilt und sie damit belehnt." Noch ausführlicher berichtet er an anderer Stelle „Ober-halb und unterhalb der Stadt legte ich Gärten an; botanische Produkte des Gebirgesund der Länder ringsumher, alle Spezereipflanzen des Hethiterlandes, Myrrhen, die inden Gärten besser als in ihrem Heimatlande wuchsen, alle Anpflanzungen von Gebirgs-weinen, die Obstsorten aller Völker; Spezereipflanzen und Sirdubäume pflanzte ich
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