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Ramses' III. Gartenschenkungen an Heliopolis
1. KAP.
Früchte und Blumen für dein Angesicht umgaben den Tempel" 45 . An anderer Stellespricht er von Lusthäusern 46 , vor denen er einen Teich mit Lotosblumen grub, alsowohl Pavillons, alles Dinge, die wir aus den Gärten schon kennen. Ramses war über-haupt ein großer und freigebiger Gartenfreund. Im Delta des Nils schuf er bei einerNeugründung vor allem große Gärten, „weite Orte zum Spazierengehen mit allerleisüßen Fruchtbäumen, die mit Früchten beladen sind, einen heiligen Weg, der vonBlumen aller Länder glänzt, von Lotos und Papyrus zahlreich wie der Sand" 47 . Und auchalle anderen Tempel beschenkte der König auf das reichste. In einer Schenkungsur-kunde lesen wir unter den Gaben an Heliopolis: „Ich schenke dir große Gärten, ver-
bot. 20
Totenfeier im
Garten des
Rekhmara
Nach Memoires
de la mission
franc. au Caire
sehen mit ihren Baumstücken und Reben im Tempel des Tun, ich schenke dir Land-strecken mit Olivenbäumen in seiner Stadt An. Ich versah sie mit Gärtnern und zahl-reichen Leuten, um reines öl von Ägypten zu bereiten, um anzuzünden die Lampenin deinem prächtigen Tempel. Ich schenke dir Baumplätze und Gehölz mit Dattel-palmen, Weiher, versehen mit Lotosblumen, Binsen, Gräsern und Blumen jedes Landesfür dein schönes Antlitz" 48 . Im 5. Abschnitt, der ein zusammenfassendes Verzeichnisder königlichen Geschenke an alle Kultstätten enthält, finden sich neben 107,180 MaasAckerland auch 514 Gärten und Baumanlagen und 19,130,032 Blumensträuße.
Solche königlichen Geschenke ließen dann die Tempelgärten aufblühen und die hei-ligen Haine, von denen die oben erwähnten geographischen Inschriften melden, weitanwachsen. Heilig aber in gewissem Sinne waren die Gärten dem Ägypter überhaupt.Ja, alles was er tat, umgab er mit einer religiösen Weihe, denn was er hier in diesem