l.KAP.
Deir-el-Bakhari und die Expedition der Königin Hatchepsut
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Terrasse, schon in der XL Dynastie wurde in dem schönen felsumkränzten Taleein Tempel errichtet, der sich auf einem von Säulenhallen verkleideten Unterbau er-hob 36 . Diesen Tempel hatte Hatchepsut vor Augen, als sie daneben ihren eigenen Toten-tempel erbaute (Abb. 17), aber der großartige Gedanke, drei breite Terrassen überein-ander zu legen, die Futtermauern jedesmal gegen den Berg mit Säulenhallen zuschmücken und auf der höchsten das Heiligtum in den Fels hineinzusprengen, tritt
Abb. 11Tempel vonDeir-el-Bakhari,Rekonstruktion
Nach Naville
hier zum ersten Male für uns deutlich erkennbar in der Geschichte der Kunst auf 37 .Welch einen Anblick muß der vom Fluß Kommende empfangen haben, wenn er dielange Doppelreihe von Sphingen durchschritt, die zu beiden Seiten wahrscheinlich eineAllee ragender Akazienbäume begleitet hat, bis er vor dem mächtigen Pylonentorstand, das ihm Eintritt zu der untersten Terrasse gewährte. Vor dem Tore habendie Ausgrabungen noch die viereckigen gemauerten Schachte aufgedeckt, die maneinst mit Nilerde gefüllt hatte, um den Bäumen die beste Nahrung zu gewähren; durchseitlich eingeführte Rohre wurden sie künstlich bewässert, und in diesen Löchern hat man
2 Gothein, Gartenkunst I