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Das akademische Gut Dikopshof : Gutswirtschaft der Kgl. landwirtschaftlichen Akademie Bonn-Poppelsdorf ; geologisch-agronomisch beschrieben
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Geologisch-agronomische Beschreibung.

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Wichtig ist es, daß der Absorptionskoeffizient, der nach derKNOOp'schen Methode bestimmt wurde, im allgemeinen proportionaldem Tonerdegehalt verläuft.

Die Absorption ist hier eben wahrscheinlich im wesentlichenauf wasserhaltige Tonerdesilikate, als Zersetzungsprodukte von Feld-spat, zurückzuführen. Diese sind am reichlichsten im Unter-grunde zwischen 6 und 10 dm vorhanden, während in größerenTiefen mehr unverwitterter Feldspat hervortritt. Zwischen 6 und10 dm tritt infolgedessen die kräftigste Absorptionswirkung ein.

Einer der größten Vorteile des milden Lehmbodens ist, daßer in geringer Tiefe von einer für Wasser gut durchlässigen Sand-und Kiesschicht unterlagert wird. Der milde Lehmboden istwohl infolge der gleichmäßigen und dabei geringen Korngrößeimstande, große Mengen von Wasser aufzunehmen und auch durchKapillarwirkungen aufzusaugen. Dieser milde Boden ist dahergegen zu schnelle Austrocknung geschützt. Der gröbere Unter-grund aber sorgt für eine rasche Abfuhr größerer Wassermeugen.Die wasserhaltende Kraft des Lehmes ist um so stärker, je weiterer sich durch Zersetzungsvorgänge vom reinen, normalen, unver-witterten Löß entfernt hat. Die Feuchtigkeitsverhältnisse sinddort, wo ein stark toniger Untergrund vorhanden ist, nicht sogünstig (Schlag V). Hier kann es zu einer längeren und inten-siven Stagnation der Wassermassen kommen (vergl. Bodenprofilzu Bohrung 169 auf der Karte).

Die Mächtigkeit der Decke milden Lehmbodens über demKies ist in Fig. 2, 3 und 4 (S. 11 und 21) wiedergegeben worden.Die wechselnde Mächtigkeit der Löß- bezw. Lehmdecke gibt anmanchen Stellen auch zu wechselnden Eigenschaften der Ober-krume Veranlassung. Die Verhältnisse sind aber im großen undganzen außerordentlich gleichmäßig, wodurch die günstigen Ver-hältnisse des Gutes hervorgerufen werden.

Die Analysen zeigen zum Teil in der Oberkrume einen hö-heren Gehalt an kohlensaurem Kalke. Dieser ist wohl auf ver-schiedene Umstände zurückzuführen, wobei einmal die Kalkdün-gung direkt durch kohlensauren Kalk, dann durch Löß (Mirgel),dann durch Abfall und Schutt eine besondere Rolle spielt.