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E. Kaiser, Das akademische Gut Dikopshof.
Es ist dies eine Folgeerscheinung von verschiedenen inein-ander greifenden Prozessen. Die Probe aus 13 dm Tiefe zeigtein noch verhältnismäßig frisches Gestein, die Probe aus 9—10 dmTiefe enthält mehr zersetzte Substanzen. Die tonigen Substanzen,entstanden aus der Verwitterung verschiedener Silikate, sind an-gereichert, sind aber in der Oberkrume vor allem durch die Tätig-keit des Windes fortgeschafft worden. Die gröberen Bestandteilesind demzufolge angereichert 1 ).
Auf eine größere Strecke, namentlich in Schlag XVII, gehtdie Anreicherung an feinsten Bestandteilen im Untergrunde so weit,daß eine Lehmschicht dem sandigen Boden eingelagert erscheint oderLehm unter dem Sandlöß zu liegen scheint. Es kann sich kaumum Lehmlager handeln, die etwa zur Zeit der Bildung desSandlöß eingeschwemmt wurden. Eine gewisse Rolle kommt viel-leicht noch dem von der Oberfläche aus durchsickernden Wasserzu, das die feinsten Bestandteile in eine Tiefe trägt, wo einemechanische Auflockerung durch die Bodenbearbeitung oder durchdie Vegetation nicht mehr stattfindet (313 u. a.).
Der Sandlöß zeigt an einzelnen Stellen noch einen wohl zubeachtenden Kalkgehalt (Schlag III, IV, XIV, XVII). Dieser bleibtallerdings auch in Tiefen unter 10 dm, sodaß er für die Pflanzenohne weiteres kaum verwertbar ist. (Bohrung 207: 15 dm; 217:10 dm; 228: 10 dm; 240: 12 dm; 242: 13 dm; 296: 13 dm; 299:16 dm; 312: 11dm; 342: 9 dm; 343: 12 dm; 368: 7 dm; 372:15 dm; 374: 17 dm; 552: 16 dm; 554: 16 din.) Es ist aber wohlzu bedenken, daß in dem gleichmäßigen Boden sowohl des Lößwie des Sandlöß ein starkes Aufsteigen von Wasser eintretenkann und daß namentlich in trockenen Perioden sehr wohl auchnoch der Kalkgehalt so großer Tiefen sich bemerkbar macheukann. Für derartig feinkörnige Böden muß eben nach den For-schungen von Wollny 2 ) eine sehr große kapillare Steighöhe desWassers angenommen werden.
') Dieselben Erscheinungen wurden auch außerhalb des Dikopshofos im
Bereiche des Blattes Brühl beobachtet (vergl. die Erläuterungen zu Blatt Brühl).
3 ) E. Woli.ny, Forschungen über die kapillare Leitung des Wassers im