Druckschrift 
Das akademische Gut Dikopshof : Gutswirtschaft der Kgl. landwirtschaftlichen Akademie Bonn-Poppelsdorf ; geologisch-agronomisch beschrieben
Entstehung
Seite
23
Einzelbild herunterladen
 

Geologisch- agronomische Boschreibung.

23

Kiesunterlage bis nahe an die Oberfläche (3 dm) herantritt undauch auf die Oberfläche eingewirkt hat. Es sind allerdings indem Lößgebiete einzelne Stelleu vorhanden, an denen die mecha-nische Analyse einen ebenso hohen Gehalt der gröberen Bestand-teile nachgewiesen hat (/: 25,75; XXXIII: 23,63 pCt.). Bei /istaber gerade die Oberfläche intensiv durch die Tätigkeit des Men-schen beeinflußt (vergl. S. 20), bei XXXIII ist die Verwitterungnoch nicht so weit vorgeschritten, auch, wie bei Bohrloch 467 an-gegeben, die feinerdige Beschaffenheit wohl zu spüren.

Die gröbere Beschaffenheit gilt aber nicht für die ganze Mächtig-keit des Sandlöß, wie die Zahlen tieferer Schichten in den einzelnenEntnahmen ergeben. Es zeigt sich dieselbe Erscheinung wie beimLöß. Die Oberkrume ist verhältnismäßig arm an feinsten Bestand-teilen (unter 0,05 mm), in 910 dm Tiefe sind diese am stärkstenvertreten, in noch größerer Tiefe nehmen sie wieder ab. Sie sinddann aber immer noch reichlicher vorhanden wie an der Oberfläche 1 ).

Beispiel 2 ):

Entnahmestelle XIX.

Tiefe

1-2 dm

910 dm

13 dm

Staub0,05 0,01 mm

Feinstesunter 0,01 mm

52,70 22,27

74^97

44,37 ___ 44,95

89,32

55,20 __ 29,08

84,28

') Es wird hier natürlich abgesehen von den Gebieten, wo sich gerade derÜbergang von Löß zu Sandlöß vollzieht oder wo Löß den Sandlöß oder Sand-löß den Löß überlagert. Man vergleiche die Darstellung in den Profilen Fig. 2und 3.

*) Ahnliche Beispiele für den Löß liefern die Tabellen über die mechanischeUntersuchung, namentlich bei Nr. XXVIII, XXIX, XXXIII. Von den meistenanderen Entnahmen liegen eben keine drei Proben vor oder es war in der tief-sten Bodenprobe eine andere Schicht erreicht worden.