Geologisch agronomische Beschreibung.
19
Die einzelnen Punkte der Entnahinestellen sind nicht so aus-gewählt, daß gerade der maximale Kalkgehalt zum Ausdruck kommt.Er erreicht an manchen Stellen, namentlich auf Schlao; XXI sehrviel hedeutendere Werte 1 )
Die in der vorstehenden Zusammenstellung angeführten Be-obachtungen beziehen sich auf ziemlich große Tiefe. Der stärkereKalkgehalt ist aber an anderen Stellen auch in geringerem Abständeunter der Oberfläche wahrzunehmen, zunächst vornehmlich in derUmgebung des oberflächlichen Vorkommens in Schlag XXI, so-dann an folgenden Punkten:
Schlag
Bohrung
Beginn stärkeren
Kalkgehaltes unter
der Oberfläche in
einer Tiefe von
VII
149
60 cm
IX
85
50 »
X
40
90 »
29
70 »
XII a
26
70 »
XIII c
107
70 »
Die Farbe des Löß steht in ziemlich nahem Zusammenhangmit dem in ihm noch vorhandenen Kalkgehalt. Dieser verrät sichin allen Fällen durch eine lichtgraugelbliche Färbung, währendder entkalkte Löß eine mehr ins Rotbraune hinüber spielendeFarbe angenommen hat. Diese lichtrotbraune Farbe ist am inten-sivsten in Tiefen von etwa 6 —10 dm. Die Oberkrume ist mehrgraugelb gefärbt, aber nicht so hell wie der noch nicht entkalkteLöß. Die Farbe der Oberkrume ist immer schmutzig, währenddie kalkhaltige Masse in der Tiefe immer gleichmäßig hell, oftweißlich gelb gefärbt ist. Dieser Farbenunterschied:
') In der näheren Nachbarschaft des Dikophofes entnommene Lößprobenergaben zum Teil auch erheblich höheren Gehalt an kohlensaurem Kalk: ZiegeleiMüller an der Bahn nördlich Brühl, Probe aus 25 dm Tiefe enthielt 22,34 pOt.kohlensauren Kalk.
2*