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[2] (1916) Kommentar. Hälfte 1
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226 XLIV. Die ältesten Lucidariusbruchstücke.

einem der früher unter Heinrichs Regierung stehendenLande vorgenommen wurde. Man wird zunächst anBayern denken. Auch die Rheinpfalz scheint mitkeineswegs ausgeschlossen. Verfasst ist das Werk wohlvon Einern Mann, und die Kapläne, die nach VorredeA 12 daran arbeiteten, wird man sich als die Zu-sammensteller der lateinischen Collectaneen denkenmüssen. Nach Notker und Williram ist der Verfasserdes Lucidarius der bedeutendste deutsche Prosaist,der erst durch Eicke von Repkow in den Schattengestellt wird. Der literarische Einfluss des Werkeswar ein ganz ungeheurer, wie die Bearbeitungen inden Nachbarsprachen beweisen (s. K. SchorbachS. 167f.). Sein Einfluss auf die gleichzeitige Dichtungund die der Folgezeit werden spätere Untersuchungenfestzustellen haben.

Erläuterungen: Vorbemerkung. Ich sehe davonab, die teilweise vollständig unrichtigen ErgänzungenMones zu berichtigen. Das geschieht durch HeidlaufsText zur Genüge. Sie kennzeichnen sich übrigenshäufig durch ihre sprachliche Unmöglichkeit.

7 f. Phil. 44 D: In hac Divinitate omnium condi-trice, et omnia gubernante, dixerunt philosophi inessepotentiam operandi, sapientiam, voluntatem . . . Est ergoin Divinitate potentia, sapientia voluntas, quas sancti trespersonas vocant.

13 f. Phil. 53 A.: de chao, id est elementorum con-fusione . . . 54 B: quod aqua et aer, et spissi, et obscurierant: quod in superioribus stellae non apparebant, voca-verunt chaos, id est confusionem elementorum.

15 f. Imago 121 C: Elementa dicuntur . . . ignis, aer,aqua, terra.

20 f. Imago 165 A: Sathael primus archangelus,signaculum similitudinis Dei, conditus plenus sapientia,et perfectus decore in deliciis coelestis paradisi, nonplenam horam mansit, atque ob superbiam, cum univer-sis sibi consentaneis aeternum exilium incidit. und El.1114A; besonders noch B: D. Quandiu mansit in coelo?M. Non plenam horam.

24 f. El. 1115 A : D. Cum Deus praesciret eos tales fu-turos, quare eos creavit?