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[2] (1916) Kommentar. Hälfte 1
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205
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XXXIX. Aus dem Kodex Valkensteinensis. 205

Graf, der Veranlasser des lat. Hs., dem jüngeren,seinem Sohn (f 1244) gegenübergestellt. Der deutscheCodex wird demnach dem 13. Jhdt. angehört habenund es steht nichts der Annahme im Wege, dass erzwischen 1231 und 1272 dem Jahr der Ermordungdes letzten Falkensteiners angelegt wurde. Die Hs.wäre daher auch jünger als das 1224 geschriebeneUrbarium antiquissimum Bayerns. Auch Aventinsund Hunds Zitate sprechen für diesen Ansatz. Soflüchtig sie auch bei beiden sind, eines geht m. E.sicher aus ihnen hervor: für ei war schon überwiegendai geschrieben und das mhd. e der Nebensilben wurdedurch i wiedergegeben. Die Schrift muss aber so un-deutlich gewesen sein, dass zwischen ni und in schwerzu scheiden war. Nur so kann ich mir eine Form wieSchwabni bei Hund erklären. Auch das sowohl beiAventin wie bei Hund bezeugte guet für gut sprichtmindestens für Mitte des 13. Jhdts.

Sehr undeutlich sind die Beschreibung und An-gaben über den Aufbewahrungsort des lateinischenwie des deutschen Buches in früherer Zeit. Aventinleitet seine Auszüge in den Adversarien mit derUeberschrift ein: Aus der Grafin von Falkinstein altenbuöchern jm Clofter Weyarn verhanden. Im BayrischenStammenbuch Hunds heisst es 1,46: das beweißt GrafSybothen deß andern diß Namens Lateinisch und TeutschPergamene Saalbuch fo vmb das Jar 1150. oder 60. be-schriben und S. 49: Permente Teutsche vnd LateinischevSaal . . . bücher . .. wie die bey dem Clofter Weyarn noch zufinden, in der Metropolis dagegen III 495: über re-

dituum horum Comitum, qui etiam nunc in Archivo DucaliMonachii latine et germanice scriptus extat. Als 1758der lat. Codex für die Monumenta Boica heraus-gegeben wurde, befand er sich noch in Weyarn unddort fand ihn noch A retin. Von der deutschen Hs.erwähnt dieser ebensowenig wie die MB. etwas. Möglichist demnach, dass die Notiz in Hunds Metropolissich richtigerweise bloss auf den deutschen Codex zubeziehen hat. Unerklärlich ist mir der Widerspruchin Schmellers Angaben. Die deutsche Hs. findet sichnicht im kgl. bayr. allgemeinen Reichsarchiv und hat