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[2] (1916) Kommentar. Hälfte 1
Entstehung
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191
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XXXII. Sankt Lambrechter Gebete. 191

Poft perceptionem.

Corpuf xpi. quo refecta fum . et fanguif quo potatafum . adhereat in uifceribuf meif . et non ueniat ad con-dempnationem mihi . neque ad iudicium . fed proficiat mihiad falutem et remedium anime me§.

Gratias ago tibi clementiffime mundi redemptor xpe .qui pro falute mundi mortem pertulifti et me in com-memorationem angelice refectionif corpore et fanguinetuo fatiafti . cui foli uirtuf et poteftaf decuf et imperiumeft in fecula feculorum . aMen.

Heimat und Verfasser: Die Heimat der Gebetewar bayerisch-österreichisches Sprachgebiet, dafürspricht das Verhalten von A und B gegenüber dengemeingermanischen Diphthongen und den gemeinmhd.Längen I, ü und iu. Wahrscheinlich ist die Ueber-setzung in St. Lambrecht selbst entstanden. Aus demUmstand, dass die Gebete einer Frau in den Mundgelegt sind, darf noch nicht geschlossen werden, dasswir das Werk einer Uebersetzerin vor uns haben (s.F. A. Specht, Geschichte des Unterrichtswesens inDeutschland, Stuttgart 1885 S. 78/.).

Literarisches: A. Schönbach nahm an, dass Bunmittelbar aus A geflossen und einedritte Hs."anzunehmen unnötig sei. J. Kelle schloss sich ihman. Manches aber deutet darauf hin, dass nicht Baus A hervorging, sondern beide Fassungen rührenaus gemeinsamer Quelle her. A gibt diese besserwieder als B (vgl. zu A 21, 50; B 79, 88).

Erläuterungen: B 4 f. Zur verschiedenen Flexionder Adjektiva vgl. C. v. Kraus, Deutsche Gedichte des12. Jhdts. zu XI 22. A 10 = B 11, das mhd. Wb. I1029, 21b stellt liethteme zu lieht hell, doch scheinte s mir nicht angebracht, die an das Nhd. leichtenHerzens erinnernde Bedeutung von leichtem B zu bean-standen. Wie verschiedenartige Bedeutungen liht schonln mhd. Zeit kaben konnte, zeigen En. 11506: sint ichSo lichtes moedes ende so onstade bin, mit schlechtemNebensinn gegenüber Vrid. 97,8: man mac mit lihtenSl nnen manegen friunt gewinnen, d. h. ohne viel Mühe. A 12 er statt ez, wohl auf ein lichnam in Gedanken